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Steuerliches Verrechnungspreis-Risikomanagement im internationalen Konzern

Analyse und Bewertung von Instrumenten zur Begegnung steuerlicher Verrechnungspreisrisiken

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Markus Schneider

Der Autor widmet sich Fragestellungen des Risikomanagements im Bereich der steuerlichen Verrechnungspreise. Angesichts der intensiven Prüfung von Verrechnungspreissachverhalten in Betriebsprüfungen sowie der im Rahmen des BEPS-Projekts der OECD kontrovers geführten Diskussionen zu Fragen der sachgerechten zwischenstaatlichen Gewinnabgrenzung ist dieses Thema von hoher praktischer Relevanz. Den Kern des Buches bilden Analyse und Bewertung von Instrumenten, die international tätige Konzerne einsetzen können, um Verrechnungspreisrisiken zu begegnen. Hierbei handelt es sich um ursachenbezogene Instrumente, die präventiv eingesetzt werden können, sowie wirkungsbezogene Instrumente, welche nach einer Beanstandung zur Anwendung kommen können.

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E. Konzeption eines verrechnungspreisbezogenen steuerlichen Risikomanagementsystems

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117 E. Konzeption eines verrechnungspreisbezogenen steuerlichen Risikomanagementsystems I. Einleitung 1. Einflussfaktoren des steuerlichen Verrechnungspreis- Risikomanagements 1.1 Rechts- und Planungssicherheit im Verrechnungspreisbereich Vor dem Hintergrund des Vordringens der internationalen Rechnungslegungssyste- me erfolgte im deutschsprachigen Schrifttum ausgehend von den 2000er Jahren eine zunehmende Beschäftigung mit dem „Modephänomen“557 der Konzernsteuerquote (Effective Tax Rate).558 Neben der Frage der Aussagekraft559 dieser Kennziffer wurde dabei insbesondere diskutiert, welche Instrumente zur wirksamen und nachhalti- gen Senkung der Konzernsteuerquote eingesetzt werden können. In zahlreichen Beiträgen wurde in diesem Zusammenhang die gezielte Gestaltung von Verrech- nungspreisen angeführt.560 Die Senkung der Konzernsteuerquote soll dabei in der Weise erfolgen, dass die Verrechnungspreise für den Liefer- und Leistungsverkehr zwischen den Konzerngesellschaften so festgelegt werden, dass das Steuersatzgefäl- le zwischen den beteiligten Staaten konsequent ausgenutzt wird. Die Möglichkeit einer Beanstandung und Korrektur der angesetzten Verrechnungspreise durch die beteiligten Finanzverwaltungen wird in den o.g. Beiträgen oft nicht oder nur am Rande in die Betrachtung einbezogen. In jüngster Zeit zeigt sich, dass in dieser Frage ein Umdenken einsetzt.561 So erlangt das Ziel einer höheren Rechts- und Planungssicherheit im Zielsystem in- ternational tätiger Konzerne zunehmend an Bedeutung, während die gezielte Ge- staltung von Verrechnungspreisen zur Senkung der Konzernsteuerquote in den 557 Müller, DStR 2002, S. 1684. 558 Vgl. insbesondere Herzig/Dempfle, DB 2002, S. 1 ff.; Herzig, Wpg Sonderheft 2003, S. 80 ff. 559 Vgl. etwa Hannemann/Pfeffermann, BB 2003, S. 727 ff. 560 Vgl. Herzig, Wpg 2003, S. 88; Lühn,...

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