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Möglichkeiten individueller Aufsichtsratsvergütungen in der deutschen Aktiengesellschaft

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Florian Krack

Das Buch nimmt sich dem Problem individueller Aufsichtsratsvergütungen an und erörtert die damit einhergehenden Detailprobleme. Dabei verfolgt der Autor neben einer ausführlichen Auseinandersetzung mit der Dogmatik des § 113 Abs. 1 AktG einen rechtsvergleichenden Ansatz mit der Vergütung der US-amerikanischen outside directors. Eine interdisziplinäre Arbeitsmethodik bezieht dabei Erkenntnisse aus den wirtschaftswissenschaftlichen und verhaltenspsychologischen Forschungsgebieten mit ein. Durch die Auseinandersetzung mit den Zuständigkeits- und Angemessenheitsfragen individueller Aufsichtsratsvergütungen kommt der Autor zu dem Ergebnis, dass qualifikationsbezogene Vergütungen für Aufsichtsratsmitglieder bereits heute zulässig sind.

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5. Teil Zusammenfassung und Ausblick

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291 5. Teil Zusammenfassung und Ausblick Die vorangegangene Untersuchung zu individuellen Vergütungsdifferenzierungen für Aufsichtsratsmitglieder führt zu Ergebnissen [A.-D.], die zu einem Ausblick de lege ferenda [E.] anregen. A. Die abstrakten Begriffe Wenn Möglichkeiten individueller Vergütungen für Aufsichtsratsmitglieder in der deutschen AG untersucht werden, sollte bereits über die anzuknüpfenden Begriff- lichkeiten Klarheit herrschen. 1. Ein vergütungswürdiges Qualifikationsprofil beschreibt die Kenntnisse, Fähig- keiten und Erfahrungen, die das Aufsichtsratsmitglied in die konkrete Aufsichts- ratstätigkeit einbringen muss. Da die Reputation höchstens als Signal für die Qualifikation dienen kann, ist sie als Vergütungskriterium untauglich. Die Leistung, verstanden als der Aufwand zur Aufgabenerledigung, muss die Leistungsqualität berücksichtigen, wenn Vergütungen für Pseudo-Aufwendungen verhindert werden sollen. Die Grenze zur Erfolgsmessung bleibt damit noch unan- getastet, denn bei der Leistungsqualität handelt es sich um eine ex-ante Betrachtung, ob die Leistung einen Nutzen verspricht. Der Erfolg ergibt sich hingegen aus einer ex-post Betrachtung, die auch andere Umwelteinflüsse neben der Leistung zu be- rücksichtigen hat. Das wohl negative Kosten-Nutzen-Verhältnis bei einer abstrakten Leistungsvergütung spricht gegen deren Verwendung als Vergütungsparameter. Anders verhält es sich aber mit der Vergütung einzelner und konkret bestimmba- rer Leistungen. Dies unterscheidet sich wesentlich von einer abstrakt-generellen Leistungsvergütung. Der durch Qualifikation, Reputation und Verhandlungsgeschick im Einzelfall zu bildende Marktwert eines Aufsichtsratsmitglieds kann als Vergütungskriterium die- nen, wenn der Verhandlungseinfluss des betroffenen Mitglieds gering gehalten wird. B. Die Vergütungsmaßst...

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