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Ad-hoc-Publizität von Zwischenschritten

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Tobias Kallmaier

Dieses Buch behandelt die Ad-hoc-Publizität von Zwischenschritten. Der Autor gibt Emittenten Anhaltspunkte, ab wann sie mit einer Veröffentlichungspflicht rechnen müssen. Emittenten wird ferner ein Weg aufgezeigt, wie sie mit der Veröffentlichungspflicht im Fall schützenswerter Interessen umgehen können. Das Buch zeigt auf, dass auch künftige Ereignisse konkrete veröffentlichungspflichtige Tatsachen sein können. Dazu ist eine überwiegende Eintrittswahrscheinlichkeit erforderlich. Für die Kursrelevanz bedarf es hingegen keiner überwiegenden Wahrscheinlichkeit. Es ist lediglich eine abgesenkte Mindestwahrscheinlichkeit notwendig. Die gefundenen Ergebnisse werden anhand mehrerer praxisrelevanter Beispiele angewandt.

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Teil 2: Praktische Anwendungsfälle

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Nachdem im ersten Teil das Prinzip für die ad-hoc-rechtliche Beurteilung von Zwi- schenschritten bei gestreckten Geschehensverläufen theoretisch erörtert worden ist, wird dieses im Folgenden anhand praxisrelevanter Fallbeispiele angewandt. Damit soll aufgezeigt werden, in welchen Stadien Emittenten das mögliche Entste- hen einer Insider-Information zu bedenken haben. Dies ist erforderlich, damit sie entsprechende Vorkehrungen treffen können, sei es im Wege der Veröffentlichung der Information oder im Wege der Fassung eines Selbstbefreiungsbeschlusses. 157 I. Anwendung auf M&A-Transaktionen Ein Prototyp gestreckter Geschehensverläufe sind M&A755-Transaktionen. Bei diesen tritt das Endereignis, nämlich der Erwerb bzw. die Veräußerung eines Unternehmens, erst nach Abschluss einer Vielzahl von Einzelschritten ein. I. Insiderrelevanz von Transaktionen Der Erwerb von Unternehmen ist oftmals ein in hohem Maße kursbeeinflussender Vorgang. Dies ergibt sich insbesondere daraus, dass bei einer öffentlichen Übernahme meist ein höherer Preis als „Übernahmeprämie“ gezahlt wird als der Aktienkurs dies gegenwärtig rechtfertigt756. Ein verständiger Anleger würde daher bei Kenntnis des bevorstehenden Angebots Aktien der Zielgesellschaft zu einem günstigeren Kurs kaufen, um sie anschließend mit der Übernahmeprämie an den Bieter zu veräußern757. Aber auch bei sonstigen Transaktionen, bei denen es sich nicht um ein öffentliches Übernahmeangebot handelt, kann die Kursrelevanz zu bejahen sein758. Eine Verän- derung des Börsenkurses ist dabei sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht möglich. Abhängig kann dies beispielsweise davon sein, wie der Markt die Höhe des Kaufpreises einschätzt...

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