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Die soziale Gesundheitsversorgung in der Republik Korea

Entwicklung, gegenwärtiger Stand und aktuelle Probleme

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Jinah Yoon

Die Autorin untersucht die soziale Gesundheitsversorgung in der Republik Korea in rechtsvergleichender Perspektive. In Korea werden die sozialen Grundrechte durch die Sozialgesetzgebung gesichert. Diese verpflichtet den Staat, die Voraussetzungen, die für die Gesundheitspflege der Bürger und deren gesundes Leben erforderlich sind, zu schaffen und eine entsprechende Gesundheitspolitik zu betreiben. Aus dieser staatlichen Verpflichtung folgt das Recht des Einzelnen auf Gesundheitsförderung. Aufgrund der eingeführten Programme und erlassenen Gesetze war der Staat sozialpolitisch aktiver als in der Vergangenheit. Die Autorin kommt jedoch zu dem Schluss, dass die Gesetzgebung noch nicht ausreicht, um die soziale Sicherung der Bürger vollumfänglich zu gewährleisten.

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1. Kapitel: Entwicklung und Grundstrukturen des Sozialschutzes gegen Krankheit in der Republik Korea

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25 1. Kapitel: Entwicklung und Grundstrukturen des Sozialschutzes gegen Krankheit in der Republik Korea A. Geschichte des Sozialschutzes gegen Krankheit I. Die Entwicklung des Sozialschutzes bis zum Ende der Militärdiktaturen Um die Entwicklung des Sozialversicherungsschutzes zu bewerten, bedarf es einer historischen Betrachtung. Dies ergibt sich aus der engen Beziehung zwischen dem politischen System und dem jeweiligen Stand des Sozialschutzes.1 Die Beurteilung der sozialen Probleme und deren Lösungen wurden in der Geschichte von den jeweiligen politischen Machthabern sehr unterschiedlich gesehen. Dies gilt insbe- sondere auch für die Republik Korea2. Die Strukturen und der jeweilige Entwick- lungsstand der Sozialschutzsysteme waren immer abhängig von den politischen Machtverhältnissen. 1. Die Zeit bis zum ausgehenden 19. Jahrhundert Am Ende des 19. Jahrhunderts hatte Korea gezwungenermaßen imperialistischen- Westmächten und Japan seine Tore geöffnet. Korea wurde durch das Einsickern westlicher Kultur in tiefe Konfusion gestürzt.3 Durch den gewaltsamen Druck des japanischen Imperialismus wurde die koreanische Regierung im Jahr 1894 gezwun- gen, eine tiefgreifende Reform auf allen Gebieten einzusetzen. Dementsprechend wurden viele wichtige Reformgesetze in einer europäischen Rechtsform erlassen. Während dieser Reformen hat König Gojong am 7. Januar 1895 das „Große Gesetz der 14 Artikel“ verkündet. Dieses Gesetz kann als der Versuch bezeichnet werden, der konstitutionellen Monarchie eine Verfassung zu geben. Jedoch enthielt diese Verfassung keines der zwei entscheidenden Merkmale einer modernen Verfassung, Grundrechtsgewährleistung einerseits und Gewaltenteilung andererseits.4 Vier Jah- re später, am 17. August 1899, wurde die „Staatsverfassung des großen...

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