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Arbeit auf Abruf im Leiharbeitsverhältnis

Arbeitsvertragliche Gestaltungsmöglichkeiten

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Vera Luickhardt

Personaldienstleister müssen im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung (Zeitarbeit/Leiharbeit) den Schutz des Leiharbeitnehmers, aber auch die Flexibilisierungsbedürfnisse des Arbeitsmarktes im Blick haben. Die Autorin untersucht, ob Leiharbeit durch die Kombination mit Arbeit auf Abruf angemessen flexibilisiert werden kann. Sie analysiert die hiermit verbundenen Rechtsfragen und arbeitet sie praxisgerecht auf. Schwerpunkte der Untersuchung sind dabei die Fragestellungen zu Arbeitszeit und Vergütung, Teilzeit und Vollzeit, vorformulierten Arbeitsverträgen und den Tarifverträgen der Zeitarbeitsbranche. Den Schluss bilden arbeitsvertragliche Musterklauseln, die Anregungen für die Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse in der Praxis geben.

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§ 5. Zusammenfassung der Ergebnisse für Arbeit auf Abruf im Leiharbeitsverhältnis

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171 § 5. Zusammenfassung der Ergebnisse für Arbeit auf Abruf im Leiharbeitsverhältnis Arbeit auf Abruf ist in einem Leiharbeitsverhältnis zulässig, sowohl mit Teilzeit- als auch mit Vollzeit-Leiharbeitnehmern. Sie ermöglicht einen unregelmäßigen Einsatz des Leiharbeitnehmers, der nach Bedarf aus der unbezahlten Freizeit abgerufen werden kann. Soweit nicht einschlägige tarifvertragliche Vorschriften oder die An- wendung des Gleichbehandlungsgebot etwas anderes gebieten, gelten allerdings folgende Einschränkungen: Das Prinzip der Garantievergütung gemäß § 11 Abs. 4 Satz 2 AÜG verbietet im Leiharbeitsverhältnis die Vereinbarung einer Höchstarbeitszeit und eines Arbeits- zeitkorridors. Eine Mindestarbeitszeit kann vereinbart werden, wenn die Erhöhung der Arbeitszeit nur nach vorheriger Festlegung und Eintritt eines sachlichen Grun- des oder bei Zahlung eines Zuschlages in Höhe von 25 % erfolgt. Es kann für Teilzeit-Leiharbeitnehmer eine wöchentliche Durchschnittsarbeits- zeit mit bis zu einjährigem Bezugszeitraum, für Vollzeit-Leiharbeitnehmer neben einer Wochenarbeitszeit auch eine Monats- oder Jahresarbeitszeit festgelegt wer- den. Bei einem einjährigen Bezugszeitraum oder bei einer Jahresarbeitszeit muss der Leiharbeitnehmer eine verstetigte Vergütung und einen Nachweis über die erbrachten und vergüteten Stunden erhalten. Auch die Kombination einer Durchschnittsarbeitszeit bzw. einer jährlichen Arbeitszeit mit einer Mindestarbeitszeit ist möglich. Hierzu können neben erfor- derlicher Festlegung und Eintritt eines sachlichen Grundes bzw. Zuschlagspflicht zusätzliche Stunden nur im letzten Quartal in Höhe von 6,25 % abgerufen werden. Zudem muss der Verleiher eindeutig erklären, ob er Stunden im Rahmen der flexi- blen Verteilung oder zusätzliche...

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