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Die Rechtsnatur der Gesellschafterkonten

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Yorck Frese

Im Mittelpunkt des Buches steht die Bestimmung der handelsrechtlichen Rechtsnatur von Gesellschafterkonten in Personenhandelsgesellschaften. Der Autor untersucht Kriterien aus Rechtsprechung und Literatur auf ihre Bedeutung für die Qualifikation eines Gesellschafterkontos als Kapital- oder Forderungskonto. Die Erkenntnisse werden an typischen Gestaltungen erprobt und auf mittelbare Unternehmensbeteiligungen übertragen. Das Ergebnis ist ein differenzierter Vorschlag für eine gesellschaftsvertragliche Regelung von Gesellschafterkonten.

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5. Kapitel Gesellschafterkonten mittelbarer Unternehmensbeteiligungen

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119 5. Kapitel Gesellschafterkonten mittelbarer Unternehmensbeteiligungen Neben der oHG und KG, die bisher im Mittelpunkt standen, sind Gesellschafter- konten auch für mittelbar an der Gesellschaft Beteiligte zu bilden.576 Bedeutung im Hinblick auf die Gesellschafterkonten haben die stille Gesellschaft, die atypi- sche stille Gesellschaft und Genussrechte, die sowohl wesentliche Merkmale von Eigenkapital als auch von Fremdkapital enthalten.577 Mittelbare Unternehmens- beteiligungen bilden jedoch keine dritte Kategorie des Kapitals neben Eigen- und Fremdkapital,578 sondern müssen den dichotomen Bereichen zugeordnet werden.579 Das führt zu Problemen, da mittelbare Unternehmensbeteiligungen darauf angelegt sind, Elemente von Eigen- und Fremdkapital zu verbinden.580 Bilanziell sollen sie als Eigenkapital das Rating des emittierenden Unternehmens verbessern, steuerlich sollen die Finanzierungskosten beim Investor abzugsfähig sein.581 Mittelbare Beteiligungen sind in der Buchführung der emittierenden Gesell- schaft zu erfassen und in der Bilanz auszuweisen.582 Für den stillen Gesellschafter oder Genussrechtsinhaber sind daher Gesellschafterkonten beim Geschäftsin- haber oder Emittenten zu führen. Darüber hinaus können auch die über die mittelbare Beteiligung entstandenen Innengesellschaften Bücher und damit 576 Mittelbar an der Gesellschaft Beteiligte sind – in Abgrenzung zu den unmittelbar wirtschaftlich und dinglich beteiligten Gesellschaftern eines Unternehmensträgers – nur wirtschaftlich am Unternehmensvermögen beteiligt, Karsten Schmidt, in: MünchKommHGB, vor § 230 Rn. 1; zu den mittelbaren Beteiligungen zählen der Nießbrauch, die Treuhand und die Unterbeteiligung am Gesellschaftsanteil, sowie Genussrechte und die stille Gesellschaft. 577 Vgl. Schrecker, Mezzanine-Kapital, S. 1; der Begriff „mezzanine“ ist abgeleitet vom italienischen Wort für Zwischenstockwerk, „il mezzanino“; andere Mezzaninefinan-...

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