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Die Partnerschaftsgesellschaft mit beschränkter Berufshaftung als Alternative zur britischen Limited Liability Partnership

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Eva Hennen

Mit der Einführung der Partnerschaftsgesellschaft mit beschränkter Berufshaftung (PartG mbB) beabsichtigte der Gesetzgeber insbesondere Rechtsanwälten eine Alternative zur Limited Liability Partnership (LLP) zur Verfügung zu stellen. Vor diesem Hintergrund untersucht die Autorin, ob der vermeintliche Trend der Anwaltschaft zur LLP durch die Schaffung der PartG mbB gebrochen wird. Hierzu erörtert sie die bisherigen deutschen anwaltlichen Organisationsformen und untersucht eingehend mögliche Vor- und Nachteile der «deutschen» LLP. Umfassend analysiert die Autorin die rechtlichen Anforderungen, die (insbesondere haftungsrechtlichen) Rechtsfolgen sowie Vor- und Nachteile der PartG mbB und stellt diese vergleichend der LLP und den bisherigen Organisationsformen gegenüber.

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5. Teil: Thesenartige Zusammenfassung

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1� Die PartG mbB ist die erste deutsche Organisationsform, die für Rechtsanwälte die vorteile einer Besteuerung als Personengesellschaft und die Haftungsbe- schränkung auf das Gesellschaftsvermögen für Berufsfehler vereint� 2� Trotz der partiellen Haftungsbeschränkung auf das Gesellschaftsvermögen ohne vorliegen von Kapitalschutz- oder Erhaltungsvorschriften stellt die PartG mbB keinen Systembruch im deutschen Gesellschaftsrecht dar� 3� Der Umfang der Haftungsbeschränkung der PartG mbB bleibt hinter demjenigen der LLP zurück, bietet aber andererseits den vorteil größerer Rechtssicherheit� Für Zusammenschlüsse mit hohen außerberufsrechtlichen verbindlichkeiten kann der größere Umfang der (jedoch nicht rechtssicheren) Haftungsbeschrän- kung der LLP einen vorteil gegenüber der PartG mbB bieten� 4� Durch die Einführung der PartG mbB wurde die von der h�M� angenommene Ablehnung einer kollisionsrechtlichen Angleichung gestärkt, da mit der parti- ellen Haftungsbeschränkung einer Personengesellschaft auf das Gesellschafts- vermögen ein Ausschluss der persönlichen Haftung der Gesellschafter einer Personengesellschaft nicht länger unvereinbar mit dem deutschen personenge- sellschaftlichen Haftungssystem erscheint� 5� Bei einer durch „Umwandlung“ einer anderen Zusammenschlussmöglichkeit ent- standenen PartG mbB oder LLP sollten die Gesellschafter, zur Gewährleistung der Haftungsbeschränkung bei Altmandaten, eine Zustimmung zum veränderten Haftungsregime der neuen Gesellschaftsform einholen, um eine Nachhaftung zu vermeiden� 6� Die steuerliche Behandlung ist bei der LLP und der PartG mbB in der Regel identisch� Bei der PartG mbB erfolgt die Besteuerung als Personengesellschaft ipso iure, bei der LLP bei entsprechender gesellschaftsvertraglicher Ausgestal- tung� 7� Bei der PartG...

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