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Lehrerfragen – Schülerantworten. Deutsch und Griechisch im DaF-Unterricht

Eine funktional-pragmatische Untersuchung

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Eleni Kalaitzi

Im Mittelpunkt der funktional-pragmatischen Untersuchung von Unterrichtskommunikation stehen Lehrerfragen und Schülerantworten im gymnasialen DaF-Unterricht. Die funktional-pragmatische Diskursanalyse (Ehlich/Rehbein) von transkribierten Stunden gibt einen Einblick in das institutionelle Handeln und öffnet den Weg für eine verbesserte Unterrichtspraxis. Sie offenbart die Vor- und Nachteile konkreter Lehr- und Lernprozesse aus der alltäglichen Schulpraxis und ermittelt die Funktionen der verwendeten sprachlichen Mittel zum Erreichen konkreter Zwecke. Dieses Buch kann sowohl zur Planung von Ausbildungscurricula als auch bei der Lehrerfortbildung und der Konzeption einer funktionalen Grammatik verwendet werden.

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I Einleitung

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Heutzutage gibt es eine Fülle von Arbeiten und Veröffentlichungen zur sprachli- chen Kommunikation in deutschen schulischen Institutionen.2 Im Gegensatz dazu ist in Griechenland Kommunikation im Schulunterricht erst seit den Forschungen von Pavlidou (2000, 2003), Karagiannidou (2000, 2004, 2011 u. 2014), Butulussi (2014) und Koutsogiannis (2012) Gegenstand der Forschung geworden. Die Verfasserin der vorliegenden Arbeit weist eine sechzehnjährige Tätigkeit als DaF3-Lehrerin auf. Dabei beobachtete sie sowohl an öffentlichen Schulen in Griechenland als auch an mehreren Fremdsprachenschulen Unterrichtskommu- nikation. Wiederholt stellte die Verfasserin fest, dass der Unterricht mit Kindern oder Jugendlichen nicht immer so abgelaufen ist, wie er geplant und vorher strukturiert wurde; denn der Unterrichtsablauf hängt nicht nur von der Lehrerin ab, sondern ist ein Zusammenspiel von Lehrern und Schülern. Oft stimmen die Lehrziele mit den Erwartungen der Schüler nicht überein. Dies führt die Schüler dazu, stören- de Handlungen zu entfalten. Beispielsweise nehmen sie das Unterrichtsthema auf, prägen es um und führen es oftmals „ins Abseits“, sprechen untereinander über andere Themen und führen damit Nebendiskurse4 aus. Die Kommunikation in der Schule erscheint als eine „unablässige, äußerst dich- te, selten abbrechende Folge des Sprechens. Die sprachlichen Äußerungen kenn- zeichnen diese Institution wie kaum etwas anderes“ (Ehlich/Rehbein 1986: 1). Im Unterrichtsdiskurs wird mit bestimmten Sprechhandlungen5 operiert, „um das Zusammenwirken der Aktanten zu ermöglichen, Wissen zu transferieren und ihre Zwecke zu realisieren“ (Brünner 1987: 24). In diesem Zusammenhang ergibt sich die Frage, wie sich die theoretisch...

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