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Die Rechtsnatur der Gesellschafterkonten

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Yorck Frese

Im Mittelpunkt des Buches steht die Bestimmung der handelsrechtlichen Rechtsnatur von Gesellschafterkonten in Personenhandelsgesellschaften. Der Autor untersucht Kriterien aus Rechtsprechung und Literatur auf ihre Bedeutung für die Qualifikation eines Gesellschafterkontos als Kapital- oder Forderungskonto. Die Erkenntnisse werden an typischen Gestaltungen erprobt und auf mittelbare Unternehmensbeteiligungen übertragen. Das Ergebnis ist ein differenzierter Vorschlag für eine gesellschaftsvertragliche Regelung von Gesellschafterkonten.
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6. Kapitel Schlussfolgerungen für die Gestaltung von Gesellschafterkontenregelungen in Gesellschaftsverträgen

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6.  Kapitel Schlussfolgerungen für die Gestaltung von Gesellschafterkontenregelungen in Gesellschaftsverträgen

Ausgangspunkt dieser Darstellung der Gesellschafterkonten war der vorläufige Befund, dass sich die tatsächliche Handhabung der Gesellschafterkonten von der gesetzlichen Regelung entfernt hat. Die auf dem Gesamthandsprinzip beruhende gesetzliche Regelung sieht vor, dass der Gesellschafter einen Wertanteil am Vermögen der Gesellschaft hat und dieser laufend auf seinem Kapitalkonto fortgeschrieben wird. In der Praxis werden dagegen verschiedene Gesellschafterkonten geführt, die dem Eigen- oder Fremdkapitalkapitalbereich zugeordnet werden müssen. Die Rechtsnatur dieser Gesellschafterkonten kann mit Hilfe der im 2. Kapitel entwickelten Kriterien bestimmt werden. Zweifelsfälle sind bei einer ex post-Bestimmung der Rechtsnatur aber nicht auszuschließen. Streitigkeiten über die Rechtsnatur von Gesellschafterkonten können daher nur verhindert werden, wenn bei der Vertragsgestaltung die Frage der Rechtsnatur berücksichtigt wird. Abschließend sollen daher aus den Erkenntnissen zur Rechtsnatur der Gesellschafterkonten Schlüsse für die Vertragsgestaltung gezogen werden.

A.  Rechtsnatur eindeutig regeln

Das vorrangige Ziel bei der Gestaltung einer gesellschaftsvertraglichen Kontenregelung ist, die Rechtsnatur jedes Gesellschafterkontos eindeutig zu regeln, um Unsicherheiten bei der Bestimmung zu vermeiden.

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