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Tödliche Maskeraden

Julius Streicher und die «Lösung der Judenfrage»

Franco Ruault

Für Adolf Hitler war er der Inbegriff des Nationalsozialismus. Heinrich Himmler kopierte seine Verfolgungspraktiken gegen Juden und andere Deutsche. Und die «Deutsche Volksgemeinschaft» erkannte sich in ihm wie in einem Spiegelbild: Julius Streicher, der berüchtigte Herausgeber der Hetzzeitschrift Der Stürmer war der bedeutendste Schrittmacher der deutschen Judenverfolgung lange vor der Machtergreifung. Er schuf das Feindbild des «jüdischen Rassenschänders», gründete die einflussreichste NS-Hetzzeitschrift und forcierte maßgeblich die «Nürnberger Blutschutzgesetze». Wie ist es dabei zu erklären, dass das Leben und Wirken dieses Intimfreundes von Adolf Hitler bis heute selbst in Fachkreisen fast gänzlich unbekannt ist? Warum sträubt sich die Forschung bis heute gegen die Aufarbeitung des enormen Erfolges dieses «Berufsantisemiten»? Und welcher Art war die von ihm ausgehende Faszination, dass selbst Unternehmerpersönlichkeiten wie Martin Hilti aus dem Fürstentum Liechtenstein in ihren Jugendjahren glühende Verehrer von Julius Streicher waren, diesen in ihrem Kampf gegen «Rassenschande» kopierten und ebenso bedingungslos die Vernichtung der jüdischen Rasse fordern konnten? Nach seiner grundlegenden Studie « Neuschöpfer des deutschen Volkes» – Julius Streicher im Kampf gegen «Rassenschande» analysiert der Politikwissenschafter Franco Ruault in seiner neuesten Arbeit ein weiteres tabuisiertes Kapitel der NS-Entstehungs- und Wirkungsgeschichte: das Leben und Wirken von Julius Streicher im Kontext der «Lösung der Judenfrage».
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Danksagung

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Diese Arbeit verdankt sich der Mithilfe zahlreicher Helfer, denen mein Dank ausgesprochen werden soll. Vor allem an Frau Lea Theichthal von Yad Vashem, Jerusalem, und Herrn Koselenko vom Russischen Staatlichen Militärarchiv in Moskau. Weiters den Mitarbeitern der Central Archives for the History of the Jewish People in Jerusalem, auch Herrn Günther Jochem vom Stadtarchiv in Nürnberg, Herrn Leibl Rosenberg von der Stadtbibliothek Nürnberg, Herrn Friedrich vom Staatsarchiv Nürnberg, Herr Wolfgang Dippert vom Stadtarchiv Schwabach, Herrn Joachim Hahn von alemannia-judaica für seine freundliche Unterstützung, weiters Pfarrer Gunther Reese aus Mönchsroth, Herrn Hans Spatz aus Ehingen, Herrn Gerd Rauland vom Stadtarchiv Kaiserslautern, Herrn Arne Schöfert für die Bereitstellung seiner Arbeit über antisemitische Kinderbücher, Herrn Stefan Glunk von der Poppele-Zunft, Herr Paul Vogt vom Liechtensteinischen Landesarchiv in Vaduz, Herrn Rolf Schädler vom Stadtarchiv Neustadt an der Weinstraße für sein Entgegenkommen für den Abdruck zahlreicher Fotografien, Herrn Gerd Rauland vom Stadtarchiv Kaiserslautern, Herrn Heinz Placz, Amtsdirektor des Österreichischen Staatsarchivs für seine freundlichen Auskünfte und Hilfestellungen, Brigitte Holzhauser vom Stadtarchiv Köln für ihren unermüdlichen Einsatz auf der Suche nach Bilddokumenten, Herrn Torsten Zarwel vom Bundesarchiv Berlin, Herrn Kurt Derungs, der mir mit zahlreichen Ratschlägen zur Landschaftsmythologie sehr weitergeholfen hat, Frau Christina Schlatter und ihrem Team von der Kantonsbibliothek St. Gallen, Frau Ingrid Kasper und Frau Carmen Beerli, die äußerst gewissenhaft das Manuskript bearbeitet haben. Dem Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung in Wien...

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