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Religion – Macht – Freiheit

Deutsches Neuland: Eine Zwischenbilanz

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Thomas Brose

Zwar schreitet die Säkularisierung in Europa voran, aber der Prozess einer Re-Spiritualisierung gewinnt an Fahrt. Fragen, die unsere Gesellschaft unabhängig von konfessionellen Bindungen bewegen, lauten: Worauf können wir uns verlassen? Was sind Werte, die wirklich zählen? Braucht Europa das Christentum? Aber auch: Welche Gefahren birgt Religion in sich? Können moderne Menschen mit guten Gründen glauben?
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Die leise Sehnsucht nach einem „Dahinter“. Zur Wiederkehr des Religiösen auf dem Markt der Unterhaltungsfilme

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Die leise Sehnsucht nach einem „Dahinter“.Zur Wiederkehr des Religiösen auf dem Markt der Unterhaltungsfilme

Michael Schramm

Das Verschwinden der Religion schien schon so gut wie sicher: Nicht nur religiös unmusikalische Beobachter, wie etwa Jürgen Habermas, welcher schon längere Zeit das Konzept einer übersetzenden Ersetzung der Religion durch die Versprachlichung ihrer Gehalte in die nachmetaphysische Rationalität moralischer Argumente verfolgt, sondern ebenso auch persönlich durchaus religiös orientierte Beobachter gingen vom Absterben der Religion in einer global säkularisierten Welt aus, so etwa der Religionssoziologe Peter L. Berger im Jahr 1968: “In the 21st century, religious believers are likely to be found only in small sects, huddled together to resist a worldwide secular culture”.1 Wir befinden uns nun im 21. Jahrhundert. Doch derzeit sieht die Lage etwas anders aus.

1.  Signale einer Renaissance des Religiösen

Allüberall flottiert das Gerücht einer Wiederkehr der Religion. Und tatsächlich: Obgleich man sicherlich sagen muss, dass das Mittelalter endgültig vorbei ist und das Religions- und Gesellschaftsmonopol der katholischen Kirche in der pluralistischen Gesellschaft von heute so nicht wiederkehren wird, fällt doch in mehrfacher Hinsicht eine – für viele irritierende – Renaissance des Religiösen ins Auge:

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