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Musik an den Welfenhöfen

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Reinmar Emans, Oliver Huck and Sven Hiemke

Der Musik an den Welfenhöfen kam im 17. und 18. Jahrhundert eine überregionale Bedeutung zu, wie die in diesem Band vereinten Beiträge unterstreichen. Insbesondere in Wolfenbüttel und Hannover wirkten bedeutende Musiker, darunter Michael Praetorius, Heinrich Schütz, Antonio Sartorio, Agostino Steffani und Georg Friedrich Händel. Beide Höfe leisteten sich eine glänzende Hofhaltung, bei der neben Kunst, Literatur und Philosophie die Musik eine tragende Rolle zur Repräsentation der Herzöge spielte, von denen einige selber musizierten, Libretti schrieben oder komponierten. Als Liebhaber der venezianischen Oper und Bewunderer der Hofführung von Ludwig XIV. brachten sie im ausgehenden 17. Jahrhundert von ihren Reisen nach Italien und Frankreich Musik und Musiker mit und etablierten im Norden eine geradezu europäisch geprägte Musikszene.
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Musiker in Wolfenbüttel/Braunschweig. Ein prosopografischer Versuch

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For the first time, this article registers in its first part all musicians that have been employed at the court of Wolfenbüttel between 1571 and 1634. In a second section, comprising the period between 1680 and 1700, the libretti of operas and ballets are consulted, at least to denominate the composers and singers that have been working at the court at this time. Since further archival material is missing almost completely, this is the only way of getting some information about the court’s musicians.

Obwohl wir über die Frühgeschichte der Wolfenbütteler Hofkapelle insbesondere dank der gründlichen und immer noch Standards setzenden Studien von Friedrich Chrysander1 und Werner Flechsig2 gut informiert sind, bleiben etliche Desiderate zu konstatieren. Weil beide Studien in aller Regel darauf verzichten, die Quellen anzugeben, aus denen sie ihr Wissen schöpfen, sind ihre Erkenntnisse nur sehr bedingt verifizierbar oder vielleicht auch falsifizierbar.3 Damals wie heute lässt sich der Archivdschungel nur mithilfe von Findbüchern, heute freilich in digitalisierter Form, ein wenig lichten. Ihre Natur bringt es allerdings mit sich, dass nur einigermaßen „prominente“ Akten detailliert aufgeschlüsselt werden. Auch das Archivinformationssystem Niedersachsen (Arcinsys) bleibt meist an der Aktenoberfläche. Dies ist ihr gutes Recht, und aufgrund des gewaltigen Aktenbestandes, der zu bewältigen ist, wohl auch kaum anders zu machen. Allerdings suggeriert die Digitalisierung eine gegenüber den Findbüchern einfachere und verbesserte Suchmöglichkeit, die de facto so nicht gegeben ist. Jedenfalls können längst...

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