Show Less
Restricted access

Lampenfieber und Angst bei ausübenden Musikern

Kritische Übersicht über die Forschung. Zweite, überarbeitete Auflage

Series:

Ein Bühnenauftritt verlangt vom Musiker Konzentration und schöpferische Kraft statt Aufregung und Angst. Ist die optimale Konzerterfahrung eine Schimäre? Weder für Lampenfieber noch für Aufführungsangst existiert eine einheitliche Definition. Das Ergebnis ist ein Bündel von Symptombeschreibungen und Erklärungsversuchen, differierenden theoretischen Ansätzen und experimentellen Methoden. Dieser Literaturbericht umfaßt Erkenntnisse aus der Angstforschung, Sportpsychologie und klinischen Psychologie. Diese werden unter Einbeziehung der Besonderheiten des Musizierens betrachtet. Durch eine geordnete Übersicht wird Auskunft über den gegenwärtigen Wissensstand geboten. Die kritische Beurteilung der bisherigen Untersuchungen schließt Empfehlungen für die zukünftige Forschung ein.
Show Summary Details
Restricted access

Vorwort des Herausgebers der zweiten Auflage

Extract



Laut einer kanadischen Studie zeigten 96 Prozent der Berufsmusiker mehrerer Orchester regelmäßig Symptome von Lampenfieber, andere Studien sprechen von zwei Dritteln, die betroffen sind. Dieses Phänomen ist auch bei Musikstudierenden und sogar bei Kindern anzutreffen.

Das macht eine Arbeit, wie sie hier vorliegt besonders wichtig. Die Fülle der Studien, die es bisher zu diesem Thema gibt, erfordert eine systematische Aufarbeitung im Sinne einer Metaanalyse. Dabei ist es sehr hilfreich, dass die Autorin selbst ausübende Musikerin ist und ihre eigenen Erfahrungen einbringen kann.

Allein die Begrifflichkeiten bedürfen einer genaueren Klärung: Lampenfieber wird oft als Synonym für Aufführungsangst verwendet, wenngleich beide Begriffe kaum vergleichbar sind. Im englischsprachigen Raum wurde der Begriff Music Performance Anxiety (MPA) vorgeschlagen. Dieser Begriff wurde weiter unterteilt in die Bereiche Auftritt, Musik und Persönlichkeit sowie die Karriere des Musikers. Diese Definition konnte sich allerdings bei uns nicht durchsetzen, sodass es bei den beiden Bezeichnungen Lampenfieber und Aufführungsangst bleibt.

Seit 2002 sind ca. 50 neue Studien erschienen, die auch wieder aufzuarbeiten wären, jedoch bestätigen sie im großen und ganzen die Befunde, die die Autorin akribisch sortiert und analysiert hat.

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.