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Lampenfieber und Angst bei ausübenden Musikern

Kritische Übersicht über die Forschung. Zweite, überarbeitete Auflage

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Ein Bühnenauftritt verlangt vom Musiker Konzentration und schöpferische Kraft statt Aufregung und Angst. Ist die optimale Konzerterfahrung eine Schimäre? Weder für Lampenfieber noch für Aufführungsangst existiert eine einheitliche Definition. Das Ergebnis ist ein Bündel von Symptombeschreibungen und Erklärungsversuchen, differierenden theoretischen Ansätzen und experimentellen Methoden. Dieser Literaturbericht umfaßt Erkenntnisse aus der Angstforschung, Sportpsychologie und klinischen Psychologie. Diese werden unter Einbeziehung der Besonderheiten des Musizierens betrachtet. Durch eine geordnete Übersicht wird Auskunft über den gegenwärtigen Wissensstand geboten. Die kritische Beurteilung der bisherigen Untersuchungen schließt Empfehlungen für die zukünftige Forschung ein.
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Vorwort der Herausgeberin der ersten Auflage

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Lampenfieber und Aufführungsangst gehören zum Alltag eines Musikers. Obwohl man glaubt zu wissen, um was es sich dabei handelt, ist eine genaue Präzisierung dieser Begriffe schwierig.

Sind Lampenfieber und Angst identisch, oder ist Angst eine Steigerung von Lampenfieber? Frau Mornell findet in der Literatur die unterschiedlichsten Antworten auf diese Frage. Ihr eigener Lösungsversuch besteht darin, zu differenzieren zwischen einer physiologischen Komponente, einer kognitiven Komponente und einer Verhaltenskomponente sowie den begleitenden Emotionen. Dargestellt werden die Angstsymptome in Abhängigkeit von diesen Komponenten.

Ein weiterer Teil der Schrift ist den Untersuchungen zum Lampenfieber im engeren Sinne gewidmet einschließlich der Methoden, die deren Bekämpfung dienen. In diesem Kapitel sind die experimentellen Forschungen zusammengestellt, die die Veränderung von Angstzuständen nach der Einnahme von Beta-Blockern (einem weit verbreiteten Übel bei Musikern) zeigen, sowie jene Studien, die zeigen, dass durch Einstellungsänderungen, durch neuartige Kognitionen und Verhaltenstraining Angst bekämpft werden kann. Frau Mornell hat eine überraschend gründliche Recherche all dieser Untersuchungen vorgenommen. Der Übersicht halber hat sie viele Ergebnisse in Tabellen zusammengefasst. Denn im wesentlichen geht es ihr um die kritischen Einschätzungen der verschiedenen Methoden, die der Bewältigung des Lampenfiebers dienen.

Frau Mornell arbeitet zwei besonders gewichtige Kritikpunkte an diesen Untersuchungen heraus, nämlich dass weder eine mögliche Symptomverlagerung bei einer besseren Bewältigung von Lampenfieber, noch die Theorie des Interferenz- und Defizitmodells überprüft worden sind. Gemeint ist damit, dass die Fragen, ob Angst...

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