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Die Produkthaftung im deutschen und US-amerikanischen Recht

Unter besonderer Berücksichtigung der Produktbeobachtungspflicht

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Patrick Haberland

Dieses Buch verschafft einen Überblick über die Produktbeobachtungspflicht. Zur Erfüllung dieser Pflicht kommen als Gefahrabwendungsmaßnahmen insbesondere Warnungen und Rückrufe des Produkts in Betracht. Neben den dogmatischen Grundlagen behandelt der Autor auch Art und Ausmaß sowie etwaige Folgen einer Verletzung der Produktbeobachtungspflicht bzw. US-amerikanischen post-sale duties. Vor diesem Hintergrund werden Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten beider Rechtssysteme in diesem produkthaftungsrechtlichen Teil erläutert. Im Ergebnis sollte zumindest eine Warnung vor den Produktgefahren ausgesprochen werden, während der Rückruf des Produkts die ultima ratio bleiben und nicht zum Regelfall werden sollte.
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Teil 1: Einleitung

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Teil 1: Einleitung

A. Bedeutung der Produkthaftung

In einer Zeit, in der die Herstellung und der Vertrieb von Produkten durch grenzenlose Kreativität, technischen Fortschritt und Profitstreben geprägt sind, folgt dieser Entwicklung gleichzeitig ein gesteigertes Maß an Produktsicherheit. Allerdings gehen diese Komponenten nicht in allen Fällen Hand in Hand. Vielmehr büßt unter Umständen die Produktbeschaffenheit an der erforderlichen Sicherheit ein, wenn sich im Rahmen des Herstellungsprozesses oder in der Folgezeit Fehler einschleichen. Der Endabnehmer der Ware darf im Umgang mit Produkten darauf vertrauen, dass von diesen keine Gefahren ausgehen, die zu Schäden an seinen Rechtsgütern oder Rechtsgütern Dritter führen könnten. Sinn und Zweck der Produkt- bzw. Produzentenhaftung ist der Schutz der geschädigten Produktnutzer oder Dritter. Sie regelt dabei die Ersatzpflicht des Herstellers für Schäden aus der Benutzung seiner fehlerhaften Produkte.1 In diesem Zusammenhang werden Personen-, Sach- oder Vermögensschäden außerhalb der Fehlerhaftigkeit des Produktes ersetzt, die der Verbraucher oder sonstige Personen infolge eines Fehlers des Herstellers erleiden.2 Dabei kann es einerseits um Schäden gehen, die darauf beruhen, dass das Produkt fehlerhaft verkauft wurde. Andererseits ist allerdings auch möglich, dass der Hersteller seine Ware fehlerfrei in den Verkehr gebracht hat und zu einem späteren Zeitpunkt Gefahren für Rechtsgüter der Abnehmer oder Dritter entstehen. Dieser rechtliche Teilbereich der Produkthaftung befasst sich mit der Produktbeobachtungspflicht.

B. Praktische Relevanz der Produktbeobachtungspflicht

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