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Geschichte und Gesellschaft des modernen China

Kritik – Empirie – Theorie / Festschrift für Mechthild Leutner

Edited By Katja Levy

Welche Themen und Fragestellungen bewegen internationale Chinaforscherinnen und -forscher heute? Mit welchen Methoden und in welchem disziplinären Umfeld arbeiten sie? Dieser Sammelband enthält aktuelle Beiträge zur Chinaforschung in Europa, China und den USA. Renommierte Vertreterinnen und Vertreter des Faches stellen ihre Forschungsergebnisse auf den Gebieten Sinologie (inklusive Geschichte des Faches und chinesische Sprache), Gender, China und die Welt sowie Politik, Recht und Gesellschaft vor. Es zeigt sich, dass die aktuelle Forschung über China ein interdisziplinäres Fach geworden ist und Erkenntnisse zu den großen Fragen bereithält, die weit über die Grenzen des Reichs der Mitte hinausgehen.
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Susanne Weigelin-Schwiedrzik - Ostasien und Europa 25 Jahre nach Ende des Kalten Kriegs: Zur Entwicklung von akademischer und außer-akademischer Geschichtsschreibung in veränderter geopolitscher Konstellation

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Susanne Weigelin-Schwiedrzik

Ostasien und Europa 25 Jahre nach Ende des Kalten Kriegs: Zur Entwicklung von akademischer und außer-akademischer Geschichtsschreibung in veränderter geopolitscher Konstellation

Abstract: This article analyses the development of the East Asian and European historiography. It is argued that the historiography in the period since the end of the cold war is characterized by the collapse of the post war narrative and the emergence of a polyphony of alternative accounts.

Fünfundzwanzig Jahre nach Ende des Kalten Kriegs haben sich die Konflikte in den internationalen Beziehungen in Europa und Ostasien derart verschärft, dass manche Beobachter bereits von einer Rückkehr in die Zeiten des Kalten Kriegs sprechen. Längst vergessen geglaubte Feindbilder füllen die Berichte und Analysen, wobei mit dem Ausbruch des Konflikts zwischen Japan und China über die Senkaku- bzw. Diaoyutai-Inseln Ostasien früher als Europa bemerken musste, dass die Hoffnung auf Überwindung des Zweilagerdenkens, das den Kalten Krieg geprägt hatte, im Kontext der Konkurrenz zwischen China und Japan um die Zentrumsposition in Ostasien sich nicht verwirklichen lässt. Spätestens mit Ausbruch der bewaffneten Konflikte in der Ukraine ist auch in Europa klargeworden, dass mit dem Ende des Kalten Kriegs vergessen geglaubte, tief in der europäischen Geschichte verwurzelte Probleme plötzlich wieder in Form des Ost-West-Konflikts die geopolitische Konstellation in Europa beherrschen. Genau in dieser Situation scheint es angebracht, das seinerzeit von Bodo Wiethoff an Mechthild Leutner, mich und andere Doktoranden im...

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