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Beratung in der Weiterbildung als institutionelle Interaktion

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Tim Stanik

Die Studie bezieht Institutionen als pädagogische Organisationsformen und Beratungen als interaktive Prozesse systematisch aufeinander. Mit dem Ziel, die latenten Einflüsse der institutionellen Anbieter und die ihrer Träger auf Beratungen in der Weiterbildung zu rekonstruieren, werden Beratungen einer Volkshochschule und einer kommunalen Weiterbildungsberatungsstelle interaktionsanalytisch und ethnografisch untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass Weiterbildungsberatungen nicht nur eine inner- und außerinstitutionelle Lotsenfunktion übernehmen und von institutionellen Interessen geleitet werden, sondern auch maßgeblich vom institutionellen (Nicht-)Wissen und den Routinen der Beratenden abhängig sind.
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9 Methodisches Vorgehen und Untersuchungsdesign

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9    Methodisches Vorgehen und Untersuchungsdesign

Die methodische Umsetzung der Beantwortung der Forschungsfrage mit den vorgenommenen Differenzierungen (vgl. Kap. 4.2) ist Gegenstand dieses Kapitels. Es wird dargelegt, wie die aufgezeichneten Beratungen mittels Transkription und der Erstellung sogenannter Gesprächsinventare aufbereitet und welche Gespräche für das Untersuchungssample ausgewählt werden. Für die sequenzielle Untersuchung der Beratungen wird mit der Interaktionsanalyse nach Nolda (2000) ein methodisches Vorgehen gewählt, mit dem sowohl die inhaltlichen Bedeutungen der Äußerungen der Beteiligten ‚ausgelotet‘ als auch – wie bei der Konversationsanalyse (vgl. Kap. 6.1) – die interaktiven Gesprächsverfahren berücksichtigt werden. Außerdem wird beschrieben, wie die aufgenommenen Beratungen mit den ethnografischen Daten angereichert werden.

Anschließend werden vier ‚Parameter‘ vorgestellt, mit deren Hilfe die Beratungen der VHS und der WBS miteinander verglichen werden. An dieser Stelle bricht die vorliegende lineare, schriftliche Darlegung der Untersuchung mit dem erfolgten qualitativen Forschungsprozess: So wurden die Parameter zunächst vorläufig anhand der zwei analysierten Fremdsprachenkursberatungen der VHS entwickelt. Diese sind jedoch – der Logik eines qualitativen und zirkulären Forschungsprozesses folgend (vgl. Lueger 2010, S. 29 f.) – ständig geprüft, ergänzt und weiterentwickelt worden, um sie an vorhandenen Forschungsergebnissen zu spiegeln und mit Hilfe von weiteren Theorien begrifflich und theoretisch zu präzisieren. Die in diesem Verfahren deduktiv/induktiv ermittelten Parameter werden schließlich verwendet, um sowohl die Beratungen der VHS als auch die der WBS miteinander zu vergleichen. Außerdem werden die Parameter als ‚Querschnittskategorien‘ verwendet, um komponentenbasierte Modelle von Beratungen...

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