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Steuerliches Verrechnungspreis-Risikomanagement im internationalen Konzern

Analyse und Bewertung von Instrumenten zur Begegnung steuerlicher Verrechnungspreisrisiken

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Markus Schneider

Der Autor widmet sich Fragestellungen des Risikomanagements im Bereich der steuerlichen Verrechnungspreise. Angesichts der intensiven Prüfung von Verrechnungspreissachverhalten in Betriebsprüfungen sowie der im Rahmen des BEPS-Projekts der OECD kontrovers geführten Diskussionen zu Fragen der sachgerechten zwischenstaatlichen Gewinnabgrenzung ist dieses Thema von hoher praktischer Relevanz. Den Kern des Buches bilden Analyse und Bewertung von Instrumenten, die international tätige Konzerne einsetzen können, um Verrechnungspreisrisiken zu begegnen. Hierbei handelt es sich um ursachenbezogene Instrumente, die präventiv eingesetzt werden können, sowie wirkungsbezogene Instrumente, welche nach einer Beanstandung zur Anwendung kommen können.
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Die vorliegende Arbeit widmet sich Fragestellungen im Zusammenhang mit der Gewinnabgrenzung zwischen rechtlich selbstständigen Konzerngesellschaften. Diese bilden einen der bedeutendsten Themenkomplexe des internationalen Steuerrechts. Den vorherrschenden Maßstab der internationalen Gewinnabgrenzung stellt der sogenannte Grundsatz des Fremdvergleichs dar. Dieser zieht die Verhältnisse fremder Dritter heran, um die Angemessenheit konzerninterner Leistungsbeziehungen dem Grunde und der Höhe nach zu beurteilen.

Wenngleich der Fremdvergleichsgrundsatz in einer Vielzahl von Doppelbesteuerungsabkommen in den Art. 9 OECD-MA nachgebildeten Abkommensartikeln in nahezu unveränderter Weise verankert ist, ist zu konstatieren, dass die Umsetzung dieses Grundsatzes in den nationalen Rechtsordnungen sowie seine Interpretation und Anwendung durch nationale Steuerverwaltungen und Finanzgerichte von wesentlichen Unterschieden geprägt ist. Dies hat zur Folge, dass steuerliche Sachverhalte – etwa im Rahmen von Betriebsprüfungen – durch die beteiligten Finanzbehörden einer unterschiedlichen Bewertung zugeführt werden können.

Auf der Ebene international tätiger Konzerne mit globalen Wertschöpfungsketten, die sich mit entsprechenden Beanstandungen konfrontiert sehen, kommt es infolge des Aufgriffs durch die Finanzverwaltungen zu vielfältigen Folgewirkungen. Aufgrund ihrer bedeutenden finanziellen und nicht-finanziellen Auswirkungen werden diese Folgewirkungen von international tätigen Konzernen zunehmend als steuerliche Risiken wahrgenommen, welche es im Rahmen des allgemeinen betrieblichen Risikomanagements zu steuern gilt.

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