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Die Typologisierbarkeit von Städtereformation und die Stadt Riga als Beispiel

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Martin Pabst

Wie definieren sich Städtereformationstypen? Der Autor stellt die «Typus-Angebote», die die Forschung bisher zur Unterteilung benannt hat, grundsätzlich in Frage und entwickelt eine eigene klassifikatorische Methode der Typologisierung. Er beleuchtet dabei umfassend die Faktoren, die dem reformatorischen Geschehen in einer Stadt ihre besondere Prägung geben konnten. Das Ergebnis ist ein Katalog von 89 Fragen zu Rahmenbedingungen, Ereignissen und Formen der Reformation in einer Stadt. Welche neuen Perspektiven und Erkenntnisse die neue Analysemethode bringen kann, zeigt die praktische Anwendung im zweiten Teil des Buchs. Am Beispiel Rigas zeichnet der Autor ein konkretes – und vergleichbares – Profil des reformatorischen Geschehens der Stadt.
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Humanität als Floskel? Zur Erinnerung an ein Anliegen von Michael Fischer (Reinhold Knoll)

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Reinhold Knoll

Humanität als Floskel?

Zur Erinnerung an ein Anliegen von Michael Fischer

Es kann als Erfolg einer selten verwendeten Methode des Paradoxen gelten, hinter der schrittweise größeren Beachtung von Gesellschaft in deren Entwicklung, Fortschritt und errungenen Freiheiten, zugleich eine entweder bewusst unterschlagene oder aber unbemerkte Tendenz zur Individualisierung ans Tageslicht gebracht zu haben. Das heißt, dass von Anfang an während der Prozesse der Vergesellschaftung, die im Mittelpunkt der Sozialwissenschaften stehen, in gleichem Maß das von diesen Entwicklungen geprägte Individuum immer stärker hervortritt. Schon im Dialog von Diderot in „Rameaus Neffe“ fällt die Exzentrizität beim Neffen des Komponisten auf, da im Café die Diskrepanz zwischen Individualisierung und Öffentlichkeit bewusst ausgespielt wird. In dieser Tradition stehen hierauf entweder „Robinson Crusoe“ als Exempel des „economical man“ nach Adam Smith, oder aber der Revolutionär in den Wirrnissen der französischen Revolution. Die Antwort darauf bot Marquis de Sade in der Reform zur sexuellen Revolution an. Von diesem führt eine direkte Linie zu den Schriften zur exzentrischenüber eine exzentrische Individualisierung, wie diese Slavoj Žižek im Buch „Liebe deinen Nächsten? Nein danke!“1 darstellte.

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