Show Less
Restricted access

Die Quantenversion der Gestaltung

Zeitlose Gestaltung als Übertragung der Unschärferelation am Beispiel der Landschaftsarchitektur

Anita Biedermann

Die Autorin bietet einen Lehransatz für Landschaftsarchitektur. Sie untersucht das zeitlose Muster großer Meister der Gartenkunst und führt das Prinzip der Gestaltung auf quantentheoretische Anordnungen zurück. Diese führen zur Ersetzung der ästhetischen Gestaltungsprinzipien durch das Evolutionsprinzip des Ausgleichs und der Kooperation. Durch Kohärenzbetrachtungen insbesondere der Biologie der Erkenntnis, der bildenden Kunst, der Architektur und der Kreativitätsforschung wird jedes Detailwissen mit der Gesetzmäßigkeit komplexer nichtlinearer Prozesse verbunden. Inmitten des Wandels wird so die Kontinuität zurückgewonnen – ein Denkansatz, der durch seine größere Flexibilität, bemerkenswerte Reichweite und Prägnanz der Gestaltung einen Durchbruch schafft.
Show Summary Details
Restricted access

„Zeitlose Gestaltung als Übertragung der Unschärferelation“ am Beispiel eines Privatgartens

Extract



Die schwierige Ausgangslage eines 100 qm kleinen Gartenteils eines Privatgartens, der in einem Waldgebiet in der Nähe von Berlin liegt, erwies sich als prototypisch für mein Programm „Zeitlose Gestaltung als Übertragung der Unschärferelation“, dessen wesentlich größere Flexibilität und Reichweite im Vergleich zum ästhetischen Ansatz einen beachtlichen Fortschritt darstellt.

Abb. 12:  Grundriss der schwierigen Ausgangslage.



Auf dieser Grundrisszeichnung ist der ursprüngliche Zustand des 100 qm kleinen Gartenteils festgehalten, wie ich ihn im Mai 2014 vorfand, als ich mit der Planung begann. Der neu zu gestaltende Gartenteil liegt hinter dem Haus und ist von der Straße aus nicht einsehbar. Er wird vom Osten, Norden und zur Hälfte vom Westen durch eine akkurat geschnittene 2,5 m hohe Thujahecke eingeschlossen. Deren blaugrüne Farbe verstärkte die Konnotation von starren ← 175 | 176 → Wänden, die sich andererseits aber auch durch die Funktionalität eines Sichtschutzes auszeichnet, dessen Qualität in der Schaffung von Intimität liegt. Auf der Westseite befindet sich der Carport, der zur Gartenseite hin von der Thuja-Hecke verdeckt wird und zu dem ein etwas breiterer Weg mit hellen Pflastersteinen führt. Auch dieser zeichnet sich durch seine funktionale Qualität aus, wie man es von einer Zufahrt zum Carport erwarten kann. Die Südseite wird durch die Geometrie der großen Glasfront des Wohnhauses bestimmt, um das herum ein in hellem Kies eingebauter relativ breiter Plattenweg führt, der rechts auf der Grundrisszeichnung erkennbar...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.