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Die Quantenversion der Gestaltung

Zeitlose Gestaltung als Übertragung der Unschärferelation am Beispiel der Landschaftsarchitektur

Anita Biedermann

Die Autorin bietet einen Lehransatz für Landschaftsarchitektur. Sie untersucht das zeitlose Muster großer Meister der Gartenkunst und führt das Prinzip der Gestaltung auf quantentheoretische Anordnungen zurück. Diese führen zur Ersetzung der ästhetischen Gestaltungsprinzipien durch das Evolutionsprinzip des Ausgleichs und der Kooperation. Durch Kohärenzbetrachtungen insbesondere der Biologie der Erkenntnis, der bildenden Kunst, der Architektur und der Kreativitätsforschung wird jedes Detailwissen mit der Gesetzmäßigkeit komplexer nichtlinearer Prozesse verbunden. Inmitten des Wandels wird so die Kontinuität zurückgewonnen – ein Denkansatz, der durch seine größere Flexibilität, bemerkenswerte Reichweite und Prägnanz der Gestaltung einen Durchbruch schafft.
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Vorwort

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von Udo Weilacher

Vom Mut, sich zu erklären

Die Suche nach ewig gültigen Regeln für eine gute Gestaltung von Natur, Landschaft und Architektur begann schon sehr früh in der Kulturgeschichte der Menschheit. Sie manifestierte sich in eindrucksvollen Bauten und Landschaften, die heute zum UNESCO-Welterbe zählen. Staunend bewundern wir die etwa 4000 Jahre alten ägyptischen Pyramiden, lesen begeistert in Vitruvs „De Architectura Libri decem“, verfasst um 33 vor Christus, oder lassen uns inspirieren von Hermann Fürst von Pückler-Muskaus „Andeutungen über Landschaftsgärtnerei“ aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Wir sind beeindruckt von der zeitlosen Schönheit künstlerischer Meisterwerke vergangener Zeiten, aber setzen die rastlose Suche nach neuen oder zumindest modernisierten Gestaltungsgrundregeln fort, denn wir wissen, dass unsere Gegenwart zu einem eigenen gestalterischen Ausdruck finden muss. Wer auch morgen noch authentisch sein möchte, darf sich nicht blind auf Rezepte von gestern verlassen.

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