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Maritime Herausforderungen der NATO

Strategische Auswirkungen und die Effektivität des Handelns

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Felix F. Seidler

Der Autor bewertet die Effektivität des maritimen Handelns der NATO im Hinblick auf dessen strategische Auswirkungen. Dafür greift er auf die Methoden der Strategischen Wissenschaft sowie Ansätze des Neorealismus zurück. Auf dieser Grundlage entwickelt er Handlungsempfehlungen für die NATO sowie Methodenansätze für die politikwissenschaftliche Bewertung der Effektivität multilateralen Handelns.
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3. Maritime Herausforderungen

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Politikwissenschaftliche Forschung über strategische und sicherheitspolitische Fragestellungen nimmt den Begriff „Herausforderung“ oft als gegeben hin. Vergangene, gegenwärtige oder zukünftig erwartete Phänomene werden unmittelbar unter den Begriff Herausforderung subsumiert, ohne diesen vorher zu definieren oder einzugrenzen.299 Daher ist an dieser Stelle eine eigene Definition erforderlich.

In dieser Studie werden Herausforderungen verstanden als innerhalb der NATO entstehende Aufgaben oder von außen kommende Einflüsse, die in allen Fällen aufgrund ihrer faktischen oder gefühlten Relevanz für Schutz, Sicherheit und Stabilität für die NATO von ihr ein Handeln erfordern.300 Die NATO wird also von einer ihr durch ihre Mitgliedsstaaten gestellten Aufgabe oder einem äußeren Einfluss zum Handeln herausgefordert. Der Begriff der Herausforderung umfasst hier alle maritimen Aufgaben und äußeren maritimen Einflüsse, mit denen die NATO von 1991 bis 2011 in irgendeiner Form konfrontiert war. Häufig waren die innerhalb des Bündnisses entstehenden Aufgaben dabei die Folgen äußerer Einflüsse.

Aus dem Vorliegen einer Herausforderung folgt allerdings noch nicht, dass das Bündnis auch tatsächlich tätig wird. Herausforderungen können durch die NATO auch ignoriert werden oder es kann seitens der Mitgliedsstaaten eine politische Entscheidung zur Nicht-Behandlung in der NATO getroffen werden.

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