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Das mentale Lexikon von Lehrern und Schülern

Ein sprachwissenschaftlicher Schulartenvergleich auf Wortartenbasis

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Bianca Schmidl

Die Autorin stellt einen sprachwissenschaftlichen Schulartenvergleich an. Sie untersucht das mentale Lexikon von Lehrkräften und Schülern der Hauptschule bzw. Mittelschule und des Gymnasiums in Bayern auf Basis der Sprachbarrierenforschung und der institutionellen Kommunikationsforschung – ergänzt um aktuelle Ergebnisse der PISA-Studie. Anhand einer neu entwickelten pragma-institutionellen Methodenkombination wählt sie quantitative und qualitative Untersuchungspunkte aus und analysiert diese hinsichtlich ihrer konkreten Wirkung auf den Unterricht. Die Autorin ermittelt anhand dieses Verfahrens den Wortschatz der Aktanten beider Schularten, zieht erste Schlussfolgerungen hinsichtlich der Wortartenverwendung und zeigt mögliche Auswirkungen auf die Institutionsagenten und -klienten auf.
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5 Methodik

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In Kapitel 5 soll nun näher auf die methodische Herangehensweise bei der Datengewinnung und der Datenauswertung eingegangen werden. Die Ergebnisse aus Kapitel 6 stammen aus der Analyse authentischer Unterrichtssequenzen, die audiovisuell aufgezeichnet, anhand eines etablierten Transkriptionsverfahrens niedergeschrieben und schließlich in schriftlicher Form ausgewertet wurden. Die genaue Zusammensetzung des Korpus und die Gründe für eben diese Zusammensetzung sollen unter Punkt 5.1 erläutert werden. Unter Punkt 5.2 werden die Einflussfaktoren, die die Größe des Korpus bestimmten, benannt. Punkt 5.3 beschreibt, wie bei der Aufnahme des Videomaterials vorgegangen wurde. Die Anweisungen, die den Testpersonen erteilt wurden, finden sich unter Punkt 5.4. Das in dieser Arbeit angewandte Transkriptionsverfahren soll unter Punkt 5.5 beschrieben und die angewandte Methodenkombination zur Datengewinnung unter Punkt 5.6 dargelegt werden.

5.1 Die Beschaffenheit des Korpus

Die Auswahl des Korpus orientiert sich an den Grundsätzen der Funktionalen Pragmatik, welche Sprache nicht als Abstraktum, isoliert von jeglicher Situationsspezifik, betrachtet, sondern vielmehr ihre konkreten Verwendungszusammenhänge ins Zentrum des Interesses rückt. So fordert die Funktionale Pragmatik zu diesem Zweck ausschließlich authentisches Datenmaterial, das lediglich natürliche Gesprächssituationen widerspiegelt. Zum einen wurde der Funktionalen Pragmatik aufgrund dieser handlungsorientierten Herangehensweise ein Großteil der Untersuchungen schulischer Kommunikation zu Teil. Zum anderen eignet sich die Funktionale Pragmatik für die Untersuchung von Unterrichtsgesprächen, da sie von einem engen Zusammenhang zwischen Sprache, Kommunikation und Institution ausgeht, d.h., neben ihrer Sprach- und Handlungsanalyse auch eine Institutionsanalyse miteinschließt.399 Dass die schulische...

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