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Äußere oder innere Offenbarung

Eine qualitative Untersuchung zur Wahl der Erziehungsziele kirchlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Armin Wunderli

Viele Kirchgemeinden bemühen sich um ein reichhaltiges Programm für Kinder. Dabei verfolgen sie bestimmte Ziele. Um diese herauszufinden, wurden im Rahmen dieser Arbeit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus katholischen, evangelischen und freikirchlichen Gemeinden befragt. Es zeigte sich, dass es in allen drei Religionsgemeinschaften wichtig ist, die nächste Generation für die Gemeinde zu gewinnen. Es kamen aber auch unterschiedliche Denkweisen zum Ausdruck, zum Beispiel, welche Voraussetzungen ein Kind erfüllen muss, um als Christ gelten zu dürfen. Bei der Wahl ihrer Erziehungsziele orientieren sich die Mitarbeitenden kaum an den Erwartungen, die an sie herangetragen werden. Viel wichtiger ist ihnen ihre eigene Biografie: Was sie selbst erlebt – oder nicht erlebt – haben, möchten sie den Kindern weitergeben.
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6. Vorbereitung und Durchführung der Interviews

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6.  Vorbereitung und Durchführung der Interviews

Die theoretischen Modelle können Aufschluss darüber geben, wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihrer Ausbildung geprägt werden. Es haben aber nicht alle eine Berufsausbildung in diesem Bereich. Beim Arbeitsmaterial dürfte der Einfluss größer sein, aber auch hier ist noch nichts darüber gesagt, welche Ziele die Mitarbeitenden tatsächlich verfolgen. Dazu kommt der in Studien erbrachte Nachweis, dass

„lehrerseitige Handlungs- und Deutungsmuster weniger durch die Lehrerbildung, vielmehr durch (berufs-)biografische Erfahrungen in Schule, Familie, Peers oder von gesellschaftlichen Modernisierungsprozessen beeinflusst sind.“1

Was für Lehrer gilt, kann auch bei kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern angenommen werden: Der Einfluss der Lehrbücher und der Ausbildung auf die Wahl der Erziehungsziele dürfte sehr klein sein. Im Gegensatz dazu ist von der eigenen Geschichte, von den Vorbildern und von den Kontakten in der Arbeit ein größerer Einfluss zu erwarten. Diesen gilt es, durch die Interviews herauszufinden. Dazu habe ich Experteninterviews geführt, die auch einen biografischen Teil enthalten.

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