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Äußere oder innere Offenbarung

Eine qualitative Untersuchung zur Wahl der Erziehungsziele kirchlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Armin Wunderli

Viele Kirchgemeinden bemühen sich um ein reichhaltiges Programm für Kinder. Dabei verfolgen sie bestimmte Ziele. Um diese herauszufinden, wurden im Rahmen dieser Arbeit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus katholischen, evangelischen und freikirchlichen Gemeinden befragt. Es zeigte sich, dass es in allen drei Religionsgemeinschaften wichtig ist, die nächste Generation für die Gemeinde zu gewinnen. Es kamen aber auch unterschiedliche Denkweisen zum Ausdruck, zum Beispiel, welche Voraussetzungen ein Kind erfüllen muss, um als Christ gelten zu dürfen. Bei der Wahl ihrer Erziehungsziele orientieren sich die Mitarbeitenden kaum an den Erwartungen, die an sie herangetragen werden. Viel wichtiger ist ihnen ihre eigene Biografie: Was sie selbst erlebt – oder nicht erlebt – haben, möchten sie den Kindern weitergeben.
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9. Die Bedeutung der theologischen Leitbegriffe in den Interviews

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9.  Die Bedeutung der theologischen Leitbegriffe in den Interviews

9.1  „Christ werden“

9.1.1  Bekehrung als Hauptziel

Wie bereits bei den einzelnen Interviews gezeigt wurde, gibt es mehrere Interviewpartnerinnen bzw. -partner, bei denen dieser Punkt das Hauptthema ist. Ihnen ist es wichtig, dass sich die Kinder bekehren. Wie das geschehen soll, kann anhand des folgenden Zitats exemplarisch gezeigt werden:

„Wiedergeboren, das ist, wenn man Jesus angenommen hat, dann sagen wir Erlösung, dass dann der Heilige Geist in dich, in dich kommt, und das ist die Wiedergeburt, dass du ein neuer Mensch, dass Gott aus dir durch Jesus und durch den Heiligen Geist einen neuen Menschen macht, würde ich sagen. So ist dann jemand, der in Christus ist, eine neue Kreatur, das Alte ist, ja, so würde ich das sagen. Das Alte ist gestorben, es ist alles neu gemacht.“1

Wilson verwendet hier verschiedene Begriffe, die aber letztlich alle dasselbe bezeichnen: Ein Kind wird wiedergeboren, es wird erlöst und es bekommt den Heiligen Geist. Dadurch wird es ein neuer Mensch. Grundlage dafür ist, dass man Jesus annimmt. Wilson zitiert dazu aus 2Kor 5,17 und wendet diesen Vers auf das Kind an, das Jesus angenommen hat.

Dass das Ziel der Bekehrung als grundlegend eingestuft wird, zeigt eine Nebenbemerkung Czernis:

„Ist es ein Ziel in deiner Arbeit, dass die Kinder Christen werden? Ja, wäre jetzt blöd, wenn ich...

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