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Umstrittene Religionsfreiheit

Zur Diskussion um ein Menschenrecht

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Edited By Thomas Brose and Philipp W. Hildmann

Der Titel «Umstrittene Religionsfreiheit» ist Programm. Denn angesichts der Bedrohung des elementaren Menschenrechts erscheint eine interdisziplinär angelegte Diskussion um Kontur, Reichweite und Geltungsanspruch der Trias von Glaubens-, Gewissens- und Religionsfreiheit heute unbedingt geboten.
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Die Wechselwirkungen von Recht und Religion im internationalen Kontext

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Lutz Simon

1. Einleitung

In der heutigen säkularen Gesellschaft stellt sich zunehmend die Frage, was heißt Religionsfreiheit: Freiheit, sich für eine Religion zu entscheiden und nach deren Grundsätzen zu leben, oder Freiheit von Religion. Der im 21. Jahrhundert lebende Bürger, der Jurist in Europa und den USA, geht von einer weitgehend durchgeführten und praktizierten Trennung von Staat und Religion aus. Recht ist allein Recht des Staates, in dem er lebt, von keiner religiösen Institution abhängig. Dies gilt von der Geburt bis zum Tod, ja über Beerdigung und Erbfall noch über den Tod hinaus. Die Identität von Staat und Religion, weltlicher und politischer Autorität, von profanem und sakralem Recht ist den westlichen Kulturen in den letzten hundert Jahren völlig unbekannt, ja unverständlich geworden und mutet exotisch an.

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