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Interkulturelles Labor

Luxemburg im Spannungsfeld von Integration und Diversifikation

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Eva Wiegmann

Mobilität und Migration rücken Interkulturalität in den Fokus öffentlicher und wissenschaftlicher Aufmerksamkeit. Der Band geht der Frage nach, inwiefern das Land Luxemburg aufgrund seiner kulturellen, sozialen und sprachlichen Besonderheiten ein Labor für interkulturelle Herausforderungen und Entwicklungen, speziell auf europäischer Ebene, allgemeiner auch für gesellschaftliche Prozesse im Spannungsfeld von Integration und Diversifikation ist. Dabei beschränkt sich das Buch nicht auf die nationale Perspektive, sondern sucht darüber hinaus der Vielschichtigkeit interkultureller Prozesse unter Berücksichtigung unterschiedlicher fachwissenschaftlicher Perspektiven sowie methodischer und theoretischer Zugriffe Rechnung zu tragen.
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Von Luxemburg und Wolkenstein: Identitätskonstruktionen im Umkreis der Luxemburger Dynastie

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Under the Luxembourg royal family, in the Late Middle Age the Grand Duchy was the heart of Europe, not only geographically and power-politically but also culturally. By the example of minstrel Oswald von Wolkenstein and his patron Sigismund of Luxembourg such social and cultural processes of ideas of identity and being alien – all too often considered marginal – are sketched in the environment of the Luxembourg dynasty.

Der folgende Beitrag setzt sich zum Ziel, am Beispiel zweier ausgewählter Persönlichkeiten die Frage nach mittelalterlichen Identitätskonstruktionen im Umkreis der Luxemburger Dynastie zu stellen. Es scheint daher zunächst angebracht, den Identitätsbegriff in spezifischer Verwendung zu schärfen. Identität, so indiziert bereits die Betitelung, soll als ein nach außen gerichtetes, repräsentatives Handlungskonzept verstanden werden, durch das das menschliche Individuum sein ‚Ich‘ formt und das sich entsprechend als ‚hervorgebrachte Identität‘1 auf der Grundlage von narrativen2 und historischen Lebenszeugnissen, wie auch von Lebensgeschichte, untersuchen lässt. Das nachweisliche Bestreben einer sichtbaren bzw. hörbaren Selbstinszenierung lässt den fahrenden Sänger Oswald von Wolkenstein und König Sigismund von Luxemburg daher – trotz (oder gerade aufgrund) ihrer divergierenden sozial-gesellschaftlichen Stellung – zu gleichermaßen privilegierten Untersuchungsobjekten werden.

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