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Paradoxe Ergebnisse von Mehrheitsentscheidungen

Ein aktueller Disput aus der Gründerzeit der modernen aufgeklärten Demokratie

Wolfgang Gerß

In diesem Buch geht es um demokratische Mehrheitsabstimmungen, von denen der Marquis de Condorcet im 18. Jahrhundert bemerkte, dass sie zu nicht umsetzbaren («paradoxen») Beschlüssen führen können, auch wenn die einzelnen Entscheidungsträger «vernünftig» (rational) denken und handeln. Dieses Phänomen ist bis in die Gegenwart ein Forschungsgegenstand von Sozialwissenschaftlern und Mathematikern. Die gegenwärtige Forschung hat ein Instrumentarium zur Beurteilung der Anfälligkeit gegen das Paradoxon für verschiedene Prozeduren von Mehrheitsentscheidungen geliefert. Hier werden einige Prozeduren in mathematischen Modellen dargestellt. Das Buch beschreibt ausführlich einzelne Schritte der Konstruktion dieser Modelle und demonstriert die empirische Auswertung mit leicht anwendbaren Verfahren der Wahrscheinlichkeitsrechnung.
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Alltägliches Beispiel aus dem wirklichen Familienleben

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Der am selben Ort wohnende Teil (m)einer Großfamilie einschließlich der Schwiegerkinder (insgesamt zwölf Personen) trifft sich regelmäßig zum gemeinsamen Mittagessen. Als Nachtisch gibt es immer Eis. Dazu wird eine Großpackung jeweils einer von drei verfügbaren Sorten (Sch=Schokolade, Van=Vanille, Erd=Erdbeere) aufgetischt. Welche Eissorte auf den Tisch kommt, wird von den zwölf Mitgliedern der Familie bei jedem Treffen demokratisch entschieden. Jedes Familienmitglied richtet sich dabei nach seiner persönlichen Präferenzordnung:

Generation der



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