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Diatopische Varietäten im Englischunterricht

Konzepte, Unterrichtspraxis und Perspektiven der Beteiligten in der Sekundarstufe II

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Silvie Kruse

Beim Erlernen von Englisch als Fremdsprache begegnen Lerner innerhalb wie außerhalb des Unterrichts einer Vielzahl diatopischer Varietäten der Sprache. Dieser Band fokussiert die Ursachen und Folgen diatopisch heterogener Lehr-Lernkontexte sowie didaktische Potenziale und Ziele einer unterrichtlichen Reflexion über die diatopische Variation des Englischen. Basierend auf einer empirischen Untersuchung der Unterrichtspraxis und der Perspektiven der Beteiligten in zwei Englischkursen der Sekundarstufe II liefert der Band Anregungen für einen angemessenen Umgang mit der diatopischen Vielfalt der Zielsprache im Unterricht. Mithilfe der Ergebnisse zeigt die Autorin mögliche Konsequenzen für die Lehrerbildung und die Lehrwerkentwicklung auf.
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1. Einleitung: Globalisierung des Englischen und Auswirkungen auf den Englischunterricht

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1.  Einleitung: Globalisierung des Englischen und Auswirkungen auf den Englischunterricht

„No language has ever before been put to so many uses so massively by so many people in so many places“ (McArthur 1998: 30).

Im Verlauf der vergangenen Jahrhunderte hat sich das Englische von der Muttersprache einer vergleichsweise kleinen Sprechergruppe1 in nur wenigen Regionen innerhalb Europas zu einer – wenn nicht der – globalen Sprache entwickelt. Durch seine Ausbreitung im Zuge der Kolonisierung weiter Teile der Welt durch die britische Krone sowie, im weiteren Verlauf, auch durch die USA als ehemalige Kolonie des British Empire, wurde das Englische zur Erst- oder Zweitsprache von über einer Milliarde Sprechern weltweit.2 Zusätzlich kommt dem Englischen weltweit eine zentrale Rolle als Lingua Franca in unterschiedlichen sprachlichen Kontaktsituationen zu. Beides hat zwangsläufig Konsequenzen für den Unterricht des Englischen als Fremdsprache: „World English is at one and the same time the result of ELT [= English language teaching; Anm. SK] and yet also its context“ (Brutt-Griffler 2002: 182, Hervorhebungen im Original).

Diese Arbeit fokussiert die Konsequenzen der weltweiten Verbreitung des Englischen und seiner diatopischen Variation für das Englischlernen. Mit diatopischer Variation ist sprachliche Variation in ihrer räumlichen Dimension gemeint. Die Varietäten einer Sprache bilden ein komplexes System von ← 1 | 2 → Subsystemen (vgl. Weinreich 1954), in dem auch unter die diatopischen Varietäten einer Sprache unterschiedlich eng oder breit gefasste Varietäten und Varietätengruppen gezählt werden können. Die Varietäten einer...

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