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Diatopische Varietäten im Englischunterricht

Konzepte, Unterrichtspraxis und Perspektiven der Beteiligten in der Sekundarstufe II

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Silvie Kruse

Beim Erlernen von Englisch als Fremdsprache begegnen Lerner innerhalb wie außerhalb des Unterrichts einer Vielzahl diatopischer Varietäten der Sprache. Dieser Band fokussiert die Ursachen und Folgen diatopisch heterogener Lehr-Lernkontexte sowie didaktische Potenziale und Ziele einer unterrichtlichen Reflexion über die diatopische Variation des Englischen. Basierend auf einer empirischen Untersuchung der Unterrichtspraxis und der Perspektiven der Beteiligten in zwei Englischkursen der Sekundarstufe II liefert der Band Anregungen für einen angemessenen Umgang mit der diatopischen Vielfalt der Zielsprache im Unterricht. Mithilfe der Ergebnisse zeigt die Autorin mögliche Konsequenzen für die Lehrerbildung und die Lehrwerkentwicklung auf.
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5. Kontext des untersuchten Englischunterrichts

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5.  Kontext des untersuchten Englischunterrichts

Bei einer Untersuchung der Unterrichtspraxis und der Perspektiven der am Unterricht beteiligten Lerner und Lehrer stellt sich zunächst die Frage, in welchem bildungspolitischen und curricularen Kontext sowie auf welcher Materialgrundlage der untersuchte Unterricht stattfindet (vgl. zur „Außensteuerung des Fremdsprachenunterrichts“ und deren Bedeutung für die Erforschung von Unterricht z. B. Ahrens 1985: 11ff.). Dieses Kapitel widmet sich daher dem Kontext des untersuchten Unterrichts. Hierbei werden (a) der Gemeinsame europäische Referenzrahmen für Sprachen (Europarat 2001), (b) der zum Zeitpunkt der Datenerhebung gültige Lehrplan Englisch für die Sekundarstufe II in NRW (MSW 1999) und (c) das Lehrwerk Green Line Oberstufe Nordrhein-Westfalen (Ashford et al. 2009), das in den untersuchten Kursen verwendet wurde, bezüglich ihrer jeweiligen Berücksichtigung diatopischer Vielfalt analysiert. Die zentralen Fragen, hinsichtlich derer diese Dokumente analysiert und mit den Forderungen der Fremdsprachendidaktik (siehe Kapitel 4) verglichen werden, sind:

Hinsichtlich dieser Fragen erfolgt in Kapitel 5.1. zunächst die Analyse des GeR. In den Kapiteln 5.2. und 5.3. folgen die Analysen des Lehrplans und des Lehrwerks. Auch wenn der jeweilige Einfluss dieser Dokumente auf die konkrete Unterrichtspraxis nicht eindeutig bestimmt werden kann, lohnt es doch, die Potenziale dieser Dokumente für eine unterrichtliche Vorbereitung der Lerner auf diatopisch heterogene Kommunikationssituationen einer Analyse zu unterziehen, um ← 127 | 128 → so zu evaluieren, auf welche Grundlage Englischlehrer für die Planung und Durchführung ihres Unterrichts überhaupt zurückgreifen können.136

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