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Die «Ilias» und Argos

Ein Beitrag zur homerischen Frage

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Oliver Wehr

Oliver Wehr stellt in seinem Buch die These auf, dass die Ilias in der Gestalt, wie wir sie kennen, für einen Vortrag im Umfeld von Argos konzipiert ist. Beweise findet er im Epos selbst. In der Ilias tritt Diomedes wie ein Doppelgänger des Achilleus auf. Kaum hat dieser sich im Zorn zurückgezogen, springt Diomedes als Ersatz ein. Die prominente Rolle, die der Held aus Argos damit übernimmt, war in der epischen Tradition nicht für ihn vorgesehen. Sie konterkariert zudem die Mēnis-Handlung, indem der Rückzug des Achilleus lange ohne Folgen bleibt. Die Aristie des Diomedes erweist sich als das Kernstück einer umfangreichen Überarbeitung der Ilias, die offenbar dem Ziel dient, den Helden der Argiver aufzuwerten.
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Anhang 1: Setzt die Kleine Ilias die homerischen Epen voraus?

Es hat sich oben in Kapitel 1.3.3 im Zusammenhang mit der Gestalt des Thoas die Frage gestellt, ob die Kleine Ilias im Unterschied zu anderen zyklischen Epen (insbesondere Kypria, Aithiopis und Iliupersis) den Stoff und Personenbestand der Ilias voraussetzt. Wolfgang Kullmann versucht dies anhand der Erzählung vom Tod des Astyanax zu zeigen.1 Die Version der Kleinen Ilias ist uns durch ein wörtliches Zitat bei Tzetzes und eine Paraphrase bei Pausanias bekannt.

Tzetzes (Schol. Lykophron 1268 = Kl. Ilias fr. 21 Bernabé = 20 Davies = 29 West):

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