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Allgemeinbildung und Curriculumentwicklung

Herausforderungen an das Fach Wirtschaft – Arbeit – Technik

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Edited By Bernd Meier and Gerhard Banse

Der Band dokumentiert die Ergebnisse einer nationalen Tagung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin und des Zentrums für Lehrerbildung und Bildungsforschung der Universität Potsdam. Im Vordergrund steht die Entwicklung eines einheitlichen Rahmenlehrplans für die Länder Berlin und Brandenburg. Dabei wird – ausgehend von grundlegenden Positionen zu einer zeitgemäßen Allgemeinbildung – ein exemplarischer Ansatz gewählt und die Curriculumentwicklung für das relativ junge Unterrichtsfach Wirtschaft – Arbeit – Technik näher untersucht. Neben aktuellen Fragen der Curriculumentwicklung der Gegenwart werden vor allem differenzierte Positionen der nationalen Fachgesellschaften zu einer zeitgemäßen technisch-ökonomischen Bildung deutlich. Das Buch leistet einen Beitrag zur Entwicklung von Perspektiven für eine interdisziplinäre Forschung, die eine arbeitsorientierte Bildung für alle Kinder und Jugendlichen zum Ziel hat.
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Nachdenken über (zeitgemäße) Allgemeinbildung: Historische Zugänge – Aktuelle Perspektiven

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Das Nachdenken über Allgemeinbildung, auch allgemeine Bildung genannt, ist mindestens so alt wie es ein Nachdenken über die Institution Schule gibt. In allgemeinster Annäherung geht es darum, dass alle Menschen befähigt werden sollen, „am gesellschaftlichen und kulturellen Leben teilzuhaben und dabei eine urteilsfähige Persönlichkeit zu entwickeln, die in ihrer je eigentümlichen Weise den Gedanken der Humanität realisiert.“ (Reinhartz 2012, S. 28) Wenn das Produkt von (zeitgemäßer) Allgemeinbildung der allgemein Gebildete ist, dann läge es nahe, sich der inhaltlichen Bestimmung des Wesens dieser Bildung auf unterschiedliche Weise zu nähern. Ich biete einleitend sechs Möglichkeiten:

1.Erstens könnte man den Versuch unternehmen, im historischen Prozess he­rausgebildete und überdauernd akzeptierte personale Merkmale von allgemein Gebildeten zu subsummieren, oder aber moderner formuliert, Kompetenzen und Kompetenzniveaus auszuweisen, die einer allgemein gebildeten Persönlichkeit in einem historisch konkreten Bedingungsgefüge entsprechen.

2.Zweitens ist unabhängig von personalen Zuschreibungen auch denkbar, ein Merkmalssetting, einen Kern von zeitgemäßer Allgemeinbildung (vgl. Heinrich 2001, S. 21) zu kreieren und diesen als gesellschaftlich plural verhaftetes Normbild zum Ausgangspunkt institutionellen Lernens zu machen. In welchem Verhältnis stehen dann jedoch einzelne Norm- und Wertebilder im Kontext einer sich stark differenzierenden und individualisierenden modernen Gesellschaft?

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