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Sterben und Tod bei Hochaltrigen

Die Rolle von Persönlichkeit, Gesundheit und Religiosität

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Ortrun Reidick

Die Auseinandersetzung mit der Sterblichkeit ist eines der großen Menschheitsthemen. Unmittelbar konfrontiert sind damit, statistisch gesehen, insbesondere Menschen über 85 Jahre. Doch wie gehen hochaltrige Personen damit um? Hierzu liegen bislang nur wenige Erkenntnisse vor. Die Autorin stellt zunächst Einstellungen zu Sterben und Tod umfassend aus kulturhistorischer und psychologischer Sicht dar. Anschließend präsentiert sie empirische Ergebnisse einer Studie, in der Hochaltrige erstmalig Einblicke in das Tabuthema gewährten. Welche Zusammenhänge bestehen zu Persönlichkeit, Gesundheit und Religiosität? Der Leser erfährt, wie man sich oder Angehörige im Umgang mit dem Lebensende unterstützen kann. Denn Akzeptanz ist auch im hohen Alter möglich, wie die Studie eindrucksvoll belegt. Dieses Buch wurde mit dem Willi-Abts-Preis 2014 der Albert und Loni Simon Stiftung in Mainz zur Förderung eines selbstbestimmten Lebens im Alter ausgezeichnet.
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5. Ergebnisse

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5.1 Fragestellungsblock 1: Psychometrische Überprüfung der a priori-Faktorenstruktur sowie der internen Konsistenz der Einstellungen zu Sterben und Tod im hohen Alter

5.1.1 F1: Konfirmatorische Faktorenanalyse der Einstellungen zu Sterben und Tod im hohen Alter

Zur Überprüfung der Messäquivalenz des FIMEST bei Hochaltrigen wurde dessen Faktorenstruktur mittels einer KFA gerechnet, bei der die theoretisch angenommenen Faktoren als latente Variablen eines SEM und die Items der Einzelskalen als manifeste Variablen formuliert wurden (vgl. Punkt 4.5.2 zur näheren Beschreibung des Verfahrens). Somit wurden die drei Faktoren Angst vor dem eigenen Sterben, Angst vor dem eigenen Tod sowie Akzeptanz des eigenen Sterbens und Todes mit jeweils sieben, fünf und sechs Indikator-Variablen überprüft. Das Pfaddiagramm in Abb. 15 bildet das Struktur- und Messmodell grafisch ab. Zur Schätzung der freien Parameter wurde das ML-Verfahren verwendet, durch Anwendung des FIML-Schätzalgorithmus’ konnten zudem alle Fälle der vorliegenden Stichprobe berücksichtigt werden. Zwar lag keine multivariate Normalverteilung der Angst vor dem eigenen Tod und der Akzeptanz der eigenen Sterblichkeit vor (s. Punkt 5.2.1, F3), jedoch lagen die Werte innerhalb der von West, Finch und Curran (1995) vorgeschlagenen Cut-off-Werte.

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