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Schadensersatz bei vereitelten Erwerbsbiographien

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Marcel Messerschmidt

Der Autor befasst sich eingehend mit der Thematik der sogenannten «Fortkommensschäden» – also Vermögensschäden, die aus einer negativen Beeinflussung der beruflichen bzw. gewerblichen Entwicklung eines Geschädigten in der Zukunft entstehen werden. Dabei legt er einen Schwerpunkt auf die Fortkommensschäden solcher Geschädigter, die bereits im Kindes- oder Jugendalter verletzt wurden. Hier ist die Unsicherheit des hypothetischen Erwerbsverlaufs des Geschädigten am größten. Im Buch wird nicht nur der zulässige Rahmen der richterlichen Schadensprognose abgesteckt. Der Autor unterbreitet auch Lösungsvorschläge für die Fälle, in denen eine richterliche Prognose weder tatsächlich möglich noch rechtlich zulässig erscheint.
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G. Kritische Auseinandersetzung mit der Berücksichtigung des sozioökonomischen Hintergrundes und des Geschlechtes eines jugendlichen Geschädigten als Prognosekriterium

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G. Kritische Auseinandersetzung mit der Berücksichtigung des sozioökonomischen Hintergrundes und des Geschlechtes eines jugendlichen Geschädigten als Prognosekriterium

Zuvor wurde festgestellt, dass der sozioökonomische Hintergrund jugendlicher Geschädigter von der Rechtsprechung zur Bestimmung von Fortkommensschäden herangezogen wird und auch ein großer Teil der Literatur – wenn auch mit unterschiedlichen Nuancen – dem zugeneigt ist.

Im Folgenden soll eine kritische Auseinandersetzung mit dieser Rechtsprechung und Literatur erfolgen und ihre rechtliche Zulässigkeit und Notwendigkeit überprüft werden.

Bevor auf die rechtliche Zulässigkeit einer Bezugnahme auf den sozialen Status der Eltern und sonstiger Verwandter eingegangen wird, sollen empirische Daten zu der Thematik aufgezeigt werden, inwieweit heutzutage noch das familiäre und soziale Umfeld für den Erwerbsverlauf eines Kindes oder Jugendlichen prägend ist. Anknüpfungspunkt ist dabei das Argument von Lange / Schiemann, in einer egalitären Gesellschaft müsse daran gezweifelt werden, dass Lebensstellungen des familiären Umfeldes sich „vererbten“475.

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