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Naturwissenschaftliche Bildungsangebote gestalten

Eine Videostudie zur Entwicklung, Anwendung und Validierung eines Beobachtungsinstrumentes für die Erfassung und Beschreibung der Handlungskompetenz frühpädagogischer Fachkräfte

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Mandy Metzner

Mit der qualitativen Videostudie wird ein Instrument zur systematischen Beobachtung frühpädagogischen Handelns entwickelt und erprobt. Hintergrund ist die internationale Bildungs- und Qualitätsdiskussion in der Elementarpädagogik, die ihren Fokus verstärkt auf Erzieher/innen richtet, die mit Kindern im Kindergarten naturwissenschaftliche Lernumgebungen erschließen. Strukturelle Aspekte sowie verbale und nonverbale erzieherische Aktivitäten in gefilmten naturwissenschaftlichen Angeboten lassen sich mithilfe des Instrumentes erfassen und durch sozialkonstruktivistische Prinzipien bewertend beschreiben. Die instrumentgestützte Fremdperspektive eröffnet dem Fallstudientandem eine Entwicklungsmöglichkeit zur Optimierung seiner Kommunikationsstrategien in Gesprächen mit Kindern.
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8. Handlungskompetenz von Erzieher/innen

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Der Kompetenzbegriff ist mit den zyklisch durchgeführten PISA-Studien ab 2000 in aller Munde. Im Programme for International Student Assessment (PISA) wurden Basiskompetenzen (Lesekompetenz, mathematische und naturwissenschaftliche Kompetenz, komplexe Handlungskompetenz) als allgemeine Grundbildung (mit Verweis auf das angloamerikanische begriffliche Pendant „literacy“) und Modi der Welterfahrung eingeführt und erfasst, die grundlegend sein sollen für eine „befriedigende[…] Lebensführung in persönlicher und wirtschaftlicher Hinsicht“, für die „aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben“ und die Fähigkeit zur „Lebensbewältigung“ (Baumert et al. 2001, zit. n. Müller-Ruckwitt 2008, S. 27). Müller-Ruckwitt (2008) beschäftigt sich ausführlich mit dem Kompetenzbegriff und zeigt in ihrer Auseinandersetzung begriffliche Unschärfen der Kompetenzkonzepte bei PISA, beim Forum Bildung und bei der Klieme-Expertise auf.

Die Kritik bezieht sich auf die allseits unreflektierte Verwendung des Kompetenzbegriffs und einer damit u.a. bei PISA verbundenen fehlenden „solide[n] An- oder Rückbindung an den bildungstheoretischen Diskurs innerhalb der Pädagogik“ (Müller-Ruckwitt, 2008, S. 27). Außerdem wird der normative Anspruch des PISA-Konsortiums bzgl. der Basisindikatoren (vgl. ebd., S. 24), der keinen Boden in Form eines Menschenbildes zu haben scheint, kritisch gesehen. „‘Normativ‘ – pädagogisch-bildungstheoretisch verstanden – beschreibt ein Sollen, meint, ‚existentiell grundlegend, wesens-/seinsbestimmend für Menschsein‘“ (Heitger 1979, zit. n. Müller-Ruckwitt 2008, S. 28). Mit einem normativen Konzept sind demnach „anthropologische Konstitutiva gelingenden Lebens“ verbunden, die ein bestimmtes Menschenbild als Orientierung gebende Grundlage fordern (vgl. Müller-Ruckwitt 2008, S. 28). Ein Menschenbild ist eine notwendige Basis für alle darauf aufbauenden und...

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