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Naturwissenschaftliche Bildungsangebote gestalten

Eine Videostudie zur Entwicklung, Anwendung und Validierung eines Beobachtungsinstrumentes für die Erfassung und Beschreibung der Handlungskompetenz frühpädagogischer Fachkräfte

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Mandy Metzner

Mit der qualitativen Videostudie wird ein Instrument zur systematischen Beobachtung frühpädagogischen Handelns entwickelt und erprobt. Hintergrund ist die internationale Bildungs- und Qualitätsdiskussion in der Elementarpädagogik, die ihren Fokus verstärkt auf Erzieher/innen richtet, die mit Kindern im Kindergarten naturwissenschaftliche Lernumgebungen erschließen. Strukturelle Aspekte sowie verbale und nonverbale erzieherische Aktivitäten in gefilmten naturwissenschaftlichen Angeboten lassen sich mithilfe des Instrumentes erfassen und durch sozialkonstruktivistische Prinzipien bewertend beschreiben. Die instrumentgestützte Fremdperspektive eröffnet dem Fallstudientandem eine Entwicklungsmöglichkeit zur Optimierung seiner Kommunikationsstrategien in Gesprächen mit Kindern.
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12. Dritter empirischer Teil: Ein Vergleich zwischen Selbst- und Fremdeinschätzung bezogen auf Handlungskompetenz von Erzieher/innen

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In den Jahren 2006 bis 2007 haben Erzieher/innen aus der Heidelberger Region sowohl an einer 18-monatigen Pilotfortbildung als auch an prozessbegleitenden Coachings in der Forscherstation kontinuierlich teilgenommen. Ziel dieses Fortbildungstreatments war u.a. die Entwicklung von Handlungskompetenz der Erzieher/innen in naturwissenschaftlichen Angeboten im Kindergarten. Handlungskompetenz bezieht sich dabei auf die Teildimension von Naturwissenschaftlicher Frühförderkompetenz (NFFK) nach Zimmermann (2011).

Zimmermann stellt in ihrer Studie fest, dass die Erzieher/innen auf der Basis von Selbsteinschätzungen „statistisch bedeutsam“ an Handlungskompetenz (ebd., S. 324) hinzugewinnen. Aus diesem Grund formuliert sie die Hypothese: „Die Erzieherinnen, die an der Fortbildungsreihe teilgenommen haben, verzeichnen einen Zuwachs in den NFFK-Skalen Interesse, Selbstkonzept, Sachkompetenz und Handlungskompetenz“ (ebd., S. 18). Das Forschungsproblem ergibt sich dadurch, dass diese Einschätzungen lediglich auf Selbsteinschätzungen der Erzieher/innen beruhen. Ziel des dritten empirischen Teils ist es, diesen Selbsteinschätzungen der Erzieher/innen bzgl. Handlungskompetenz eine instrumentgestützte Fremdperspektive gegenüberzustellen um herauszufinden, inwiefern eine Übereinstimmung zwischen Selbst-und Fremdbild besteht.

In diesem Vorgehen stecken zwei Aspekte: Zum einen geht es um die Übereinstimmung zwischen Selbst- und Fremdeinschätzung. Zum anderen soll das entwickelte Beobachtungsinstrument validiert werden. Denn ein Beobachtungsinstrument zur Erfassung von Handlungskompetenz hat nur sogenannten Indikatorencharakter. Als Disposition „ist [Handlungskompetenz] nur indirekt über Indikatoren erschließbar und kann mit den effektiven Kompetenzen nicht gleichgesetzt“ werden – „jedes methodische Verfahren [ist insofern begrenzt und] kann immer nur eine Annäherung an das gesuchte Konstrukt ermöglichen (vgl. Maag Merki & Grob, 2005, S. 13). Deswegen sind „Validierungsprozesse […] notwendig, um die Bedeutung...

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