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Die Partnerschaftsgesellschaft mit beschränkter Berufshaftung (PartG mbB) als gesetzgeberische Zwischenstation der Liberalisierung des Gesellschaftsrechts Freier Berufe

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Martin Kienzler

Martin Kienzler untersucht in seinem Buch den Nutzen der PartG mbB für die Rechtsanwaltschaft. Der Schwerpunkt liegt auf sämtlichen haftungsrechtlich relevanten Fragen in Bezug auf die Haftung der Gesellschaft, insbesondere aber in Bezug auf die persönliche Haftung der Gesellschafter (Partner). Im Ergebnis zeigt sich eine positive Bewertung dank der versicherungsrechtlichen Ausgestaltung, da die persönliche Haftungsbefreiung durch eine liquide Versicherung aufgefangen wird. Die Untersuchung erschöpft sich jedoch nicht in der Bewertung der PartG mbB. Nach einer rechtsvergleichenden Gegenüberstellung zur britischen LLP nimmt der Autor das tradierte Bild des Freien Berufes unter die Lupe, wobei er eine Öffnung aller Gesellschaftsformen für Freie Berufe de lege ferenda vorschlägt und auch begründet.
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Vierter Teil: Rechtsvergleichende Analyse, konstruktive Kritik und Ausblick

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Wie sich im dritten Kapitel exponiert hat, stellt die neue Partnerschaftsgesellschaft mit beschränkter Berufshaftung eine innovative und gelungene Alternative zu den bisherigen deutschen Gesellschaftsformen für Freie Berufe dar. Auf diesem Ergebnis soll sich aber nicht ausgeruht werden. Es stellen sich auch darüber hinaus interessante Fragen und Probleme, auf die in diesem Kapitel eingegangen wird. Dass die PartG mbB auch neue Unstimmigkeiten mit sich bringt, wurde hier unlängst bewiesen. Ob sie die britische LLP vom deutschen Anwaltsmarkt verdrängen kann, wird sich erst in der Zukunft zeigen. Jedenfalls soll die LLP hier einem direkten Vergleich mit der Partnerschaft mbB unterzogen werden. Zudem wird ein Blick nach Österreich geworfen, da sich dort im freiberuflichen Gesellschaftsrecht bereits einiges bewegt hat. Damit einhergehend stellt sich nämlich die Frage, ob die Partnerschaft mbB ein voller Erfolg für das deutsche Gesellschaftsrecht für Freie Berufe darstellt, oder ob sie nur der erste Schritt in eine erfolgreiche Zukunft ist. Die Zukunft unterliegt einem immer rasanter werdenden Wandel; die Freien Berufe stehen diesem Wandel nicht außen vor. Aus diesem Grund muss ein Blick in die Zukunft geworfen werden, wie der freiberufliche Markt in 10 Jahren aussehen kann. In diesem Sinne darf es unter Umständen nicht bei der Schaffung einer haftungsbeschränkten Partnerschaft bleiben. Es muss an eine Öffnung des Zugangs in das volle Spektrum des deutschen Gesellschaftsrechts für Freie Berufe gedacht werden. Zumindest muss untersucht werden, ob das Recht der Freien Berufe wie wir es bisher kennen, immer noch...

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