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Vergessenes Burgenland Schleswig-Holstein

Die Burgenlandschaft zwischen Elbe und Königsau im Hoch- und Spätmittelalter

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Oliver Auge

Der Band versammelt die Beiträge einer interdisziplinären Tagung zum Thema «Burgen in Schleswig-Holstein», die vom 20. bis 22. September 2013 in der Sparkassenakademie in Kiel stattfand. Ausgewiesene Burgenexperten der Bereiche Geschichte, Archäologie und Denkmalpflege skizzieren den aktuellen Forschungsstand, präsentieren neue Ergebnisse und zeigen Perspektiven auf, um das «vergessene Burgenland Schleswig-Holstein» wissenschaftlich weiter zu erschließen und es einer breiteren Öffentlichkeit in Erinnerung zu bringen. Zudem wird vergleichend auf die Entwicklungen in den Nachbarregionen Mecklenburg, Dänemark und Niedersachsen sowie in Südwestdeutschland eingegangen. Der Band vermittelt somit einen guten Eindruck zum Stand der aktuellen Burgenforschung weit über Schleswig-Holstein hinaus.
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Burgen und Landesherrschaft in Schleswig-Holstein

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From the 12th to the 15th century, Schleswig-Holstein was divided into three territories: Schleswig, Holstein, and Lauenburg. The rulers needed castles as centers of administration, for military defense and as symbols of power. The counts of Schauenburg ruled Holstein between 1111 and 1459 (in part 1640) with the help of about twenty castles. The dukes of Lauenburg had only three castles, in Lauenburg, Ratzeburg and Bergedorf; the latter was conquered by Hamburg and Lübeck in 1420. Most of the castles in Schleswig were located in the eastern part of Jutland. Throughout the centuries, the kings of Denmark tried to get possession of these castles to strengthen the central power in Denmark.

1. Einleitung

Mit „Burg“ und „Landesherrschaft“ stehen zwei Begriffe nebeneinander, die jeder für sich sehr komplexe Phänomene umfassen: Das weite Spektrum der Formen und Funktionen von Burgen ist bekannt und im Einzelfall sehr konkret erforscht. Wesentlich schwieriger ist die exakte Definition des diffusen Begriffs „Landesherrschaft“, erst recht über den langen Zeitraum gesehen, in dem Burgen in Schleswig-Holstein existierten. Es ist deshalb notwendig, zeitlich zu differenzieren, denn eine Burg des 11. Jahrhunderts wird eine ganz andere Rolle gespielt haben als eine des 15. Jahrhunderts, und es muss auch räumlich unterschieden werden, denn wir haben es hier im Hoch- und Spätmittelalter mit – grob gesagt – mindestens drei Regionen zu tun, in denen sich unterschiedliche Herrschaftsformen ausbildeten bzw. Herrschaftsträger agierten: Schleswig im Norden, Holstein im Zentrum des Landes und schließlich...

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