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Der Erste Weltkrieg

Ostmitteleuropäische Einblicke und Perspektiven

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Edited By Monika Kucner, Elżbieta Katarzyna Dzikowska and Agnieszka Godzisz

Der Band nimmt lokale Perspektiven des Ersten Weltkriegs, insbesondere der ostmitteleuropäischen Regionen, in den Blick. Die Beiträge berücksichtigen dabei besonders die multiethnische Gemengelage und die durch den Ersten Weltkrieg ausgelösten Konflikte in den regionalen Lebenswelten. Die Spannungen in den multiethnisch geprägten Gebieten ließen das bereits vor 1914 labil gewordene Gleichgewicht zwischen den einzelnen Bevölkerungsgruppen nicht allein an der österreichisch-italienischen Grenze, sondern auch in vielen weiteren Gebieten Ostmitteleuropas aus der Balance geraten. Anders als im Westen Europas war die Heimatfront im Osten im Wesentlichen durch den Bewegungskrieg und zahlreiche Wechsel von militärischen Besatzern geprägt. Die Situation in den unmittelbaren Kampfgebieten und in der Nähe der militärischen Fronten unterschied sich somit deutlich von den Bedingungen an der Westfront.
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Zur Frage der Wiederherstellung Polens nach dem Ersten Weltkrieg. Analyse der sprachlichen Handlungen in Polenberichten der Danziger Neuesten Nachrichten

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Das in der Überschrift angekündigte Thema resultiert aus meinen Studien zum deutschsprachigen Zeitungswesen der Freien Stadt Danzig. Nach einer Durchsicht von zwei Jahrgängen der auflagenstärksten Tageszeitung Danziger Neueste Nachrichten im Zeitraum 1918–1919 erfolgte eine Zusammenstellung von über 200 Pressebeiträgen, deren Autoren sich mit der Frage der Wiedergründung des von Deutschem Reich, Österreich-Ungarn und Russland besetzten polnischen Staates auseinandersetzten. Die Auflage der von Gustav Fuchs, einem aus Württemberg stammenden Danziger Verleger herausgegeben Zeitung lag nach Marek Andrzejewski um das Jahr 1918 zwischen 35.000 bis zu 50.000 Exemplaren,1 daher war die Zeitung meinungsprägend für das Danziger Gebiet und die Region. Das Ziel der Recherche bestand in der Bestimmung der übergreifenden Sprachhandlungen in Publikationen zur polnischen Thematik in zwei hier genannten Erscheinungsjahren der Danziger Neuesten Nachrichten. Die untersuchten Pressebeiträge, d.h. die Kurznachrichten, Reportagen, Leitartikel, Feuilletons und andere Veröffentlichungen standen im Zusammenhang mit politischen Ereignissen des Kriegsschauplatzes und spiegelten einerseits die Einstellung der Besatzungsmächte, vor allem des Deutschen Reiches und der Monarchie Österreich-Ungarn, aber auch der Vertreter der Entente und der USA zur Frage der Wiederherstellung Polens wider. Die Analyse des Pressematerials verweist auf den 11. November 1918 als den Zeitpunkt, der einen Wendepunkt markiert: Die Publikationen zur polnischen Thematik vor und nach diesem Datum sind qualitativ und quantitativ unterschiedlich. Bis November 1918 zeichneten sich die Pressebeiträge zur ← 113 | 114 → polnischen Problematik durch unregelmäßiges Erscheinen und eine gemäßigte Kritik an der hypothetischen Gründung des polnischen...

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