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Die Gesellschaft der Menschen

Ihre Entstehung, Funktionsweisen und Zukunftsperspektive- Eine energetische Gesellschaftstheorie

Dietrich Droste

In seinem neuen Buch vermittelt der Autor mit historisch-soziologischem und zugleich naturwissenschaftlichem Zugriff die grundlegenden Funktionsweisen menschlichen Gesellschaftslebens. Dessen Entstehung und Funktionieren führt er an konkreten Beispielen aus Frühgeschichte, Geschichte und Gegenwart auf die zugrunde liegende Notwendigkeit dauernden Energieerwerbs aus der jeweiligen Umwelt des Menschen zurück. Wie dieser Energieerwerb in zunehmend naturfernem, einvernehmlichem Gütertausch erreicht wird, zeigt er an Beispielen gesellschaftlichen Lebens wie Freundschaft, Ehe, Nachbarschaft, Geselligkeit, Spiel, Sport, Religion, Kunst, Kultur, Wirtschaft und Politik in seiner innovativen Gesamtschau interdisziplinär auf.
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2 Entstehung der Menschengesellschaft

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Wie schon im Vorstehenden gesagt, sehen wir die primäre Aufgabe der von Menschen gebildeten Gesellschaften in der gemeinschaftlichen Versorgung ihrer Mitglieder mit der für diese lebensnotwendigen Energie. Diese in ihrer Basisform als zureichende Nahrung über pflanzliche wie Fleischkost zu erlangen, war für das ‚Mängelwesen Mensch‘ im Unterschied zu anderen Lebewesen wie Pflanzen und Tieren von Anfang an ein akutes Problem. Der mittelostafrikanische Australopithecus (Südaffe) wurde nach den archäologischen Befunden von Anthropologen dadurch zum Menschen, dass einige seiner Artgenossen infolge einer Klimaveränderung im Gefolge der vor 2,5 Millionen Jahren beginnenden arktischen Eiszeit aus dem dadurch in Mittelostafrika zurückweichenden Urwald auf einige Baumgruppen an Flussufern in der sich bildenden Steppe verdrängt wurden. In diesem beschränkten Biotop konnten die ‚Südaffen‘ nur durch Erfindung des ersten Messers in Form scharfkantig zerschlagener Fluss-Kieselsteine mit einigen Artgenossen überleben, indem sie mit solchen ,Kieselsteinmessern‘ Fleischteile von Beutetieren abschnitten, die Großkatzen erlegt, aber nicht vollständig verzehrt hatten. Dies bezeugen urzeitliche Beutetierknochenfunde in der tansanischen Olduvai-Schlucht, die zunächst von Raubtierzähnen und danach mit Kieselsteinmessern bearbeitet worden waren.1 Es ist zu vermuten, dass der Erfinder dieses Schneidewerkzeugs, der damit zum ersten nachweislichen Werkzeughersteller wurde und deshalb mit seiner ,Art‘ von den Anthropologen den Ehrentitel homo habilis (fähiger Mensch) erhielt, ein besonders kräftiges und mutiges Exemplar seiner Gattung war, das bei seiner Fleischgewinnung das Risiko einging, von anderen Aasfressern wie Geiern, Schakalen und Hyänen angegriffen und vielleicht getötet zu werden. Da...

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