Show Less
Restricted access

Die rechtsgeschäftliche Haftung für den Accountmissbrauch im Internet

Series:

Matthias Schneider

Matthias Schneider untersucht vor dem Hintergrund der Bedeutung von Accounts für den elektronischen Rechtsverkehr, inwieweit der Accountinhaber rechtsgeschäftlich für das missbräuchliche Handeln Dritter haftet. Dazu liefert er eine Darstellung der Rechtsprechung zu ähnlich gelagerten Fällen in der Vergangenheit, um vor dem Hintergrund der aktuellen Rechtsprechung die Haftung für den Accountmissbrauch näher zu untersuchen und einer kritischen Würdigung zu unterziehen. Ein Schwerpunkt liegt hierbei auf der Untersuchung der beiden zur Lösung dieser Frage herangezogenen Rechtsinstitute «Handeln unter fremdem Namen» und «Anscheinsvollmacht». Als richtiger Ansatz kann letztlich die Heranziehung eines eigenständigen Rechtsscheintatbestands für den Accountmissbrauch qualifiziert werden.
Show Summary Details
Restricted access

§ 7 Zusammenfassung und Ergebnis

Extract

← 210 | 211 → § 7 Zusammenfassung und Ergebnis

Ausgangspunkt dieser Arbeit war die Frage, inwieweit die in Rechtsprechung und Literatur vorgeschlagene Lösung zur Einordnung des rechtsgeschäftlichen Accountmissbrauchs dogmatisch nachvollziehbar ist. Zur Verdeutlichung wurden zunächst die Besonderheiten des Vertragsschlusses im elektronischen Geschäftsverkehr herausgearbeitet. Hier erwies sich das „Vertrauensproblem“ als zentrale Weichenstellung, welche letztlich zur zunehmenden Abhängigkeit von Accounts bzw. Benutzerkonten führt.

Im Rahmen der Untersuchung erfolgte zunächst eine Betrachtung der grundlegenden Dogmatik von Handeln unter fremdem Namen und Anscheinsvollmacht, bevor die beiden Fäden dann insbesondere vor dem Hintergrund des Accountmissbrauchs im elektronischen Geschäftsverkehr zusammengeführt wurden. Auf diese Weise konnte aufgezeigt werden, dass die Anscheinsvollmacht für das Handeln unter fremdem Namen keine Anwendung finden kann und damit insbesondere zur rechtsgeschäftlichen Einordnung des Accountmissbrauchs nicht herangezogen werden kann. Neben alternativen Lösungsansätzen wurde anschließend auch ein eigener Lösungsvorschlag vorgestellt, wonach die Fälle des Handelns unter fremdem Namen über einen eigenständigen Rechtsscheintatbestand erfasst werden können.

Die Ergebnisse lassen sich im Einzelnen zu folgenden Thesen zusammenfassen:

•  Verträge im elektronischen Geschäftsverkehr kommen grundsätzlich wie gewöhnliche Verträge zu Stande, §§ 145.

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.