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Die Klebebände der Fürstlich Waldeckschen Hofbibliothek Arolsen

Wissenstransfer und -transformation in der Frühen Neuzeit

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Marie Isabelle Vogel

Die hier erstmals vorgestellten Klebebände der Fürstlich Waldeckschen Hofbibliothek Arolsen fassen in z.T. gewaltigen Folianten über 7.000 montierte Druckgraphiken von großer thematischer Vielfalt – u.a. Portraits, Flugblätter, Bühnenbilder oder Kupferstiche zum Zeitgeschehen. Jeder Band ist ein Unikat und noch heute in seinem ursprünglichen Arrangement erhalten. Der Bestand diente als Instrument zur aktiven Bildung und besaß eine lebenspraktische Bedeutung für Hofhaltung und Hofkultur im frühmodernen Fürstenstaat. Die Abfolge und Ideen des Ein- und Aufgeklebten geben Aufschluss darüber, was Nutzer in dieser Epoche für wissenswert hielten und wie sie sich Wissen über Fragmentierung und Neuordnung verfügbar machten.
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III. Die Klebebände der Fürstlich Waldeckschen Hofbibliothek Arolsen

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III.Die Klebebände der Fürstlich Waldeckschen Hofbibliothek Arolsen

1.Druckgraphik bzw. Klebebände in Waldeck

Anhand ausgewählter Archivalien – z. B. historischer Bibliothekskataloge, Akten zur Hofhaltung, Korrespondenzen, Nachlasspapieren oder auch Reisetagebüchern, die die Fremdwahrnehmung der Sammlungen durch gelehrte Zeitgenossen im späten 18. Jahrhundert belegen, – gilt es sowohl mögliche Voraussetzungen für das spätere Sammeln in Klebebänden als auch Hinweise auf deren Nutzung festzuhalten.

1.1Druckgraphisches Sammeln seit dem 17. Jahrhundert

1.1.1Bestandsverzeichnisse der Eisenberger und Wildunger Linie im 17. und zu Beginn des 18. Jahrhunderts

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