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Die Praxis der/des Echo

Zum Theater des Widerhalls

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Edited By Veronika Darian, Micha Braun, Jeanne Bindernagel and Miroslaw Kocur

Der Band versammelt Lektüren gegenwärtiger und historischer Konstellationen in Theater, Text und Kunst, die Echo als Figur und Phänomen nachspüren. Im antiken Mythos ist die Nymphe Echo zur ohnmächtigen Wiederholung fremder Rede verdammt. Sie wird zum Sinnbild eines defizitären, vom Anderen abhängigen Wesens. Doch birgt der Widerhall mehr in sich, verweist er doch auf das widerständige Moment einer Zergliederung jedes «eigentlichen» Ausdrucks. Echos körperlose Stimme gemahnt an die Medialität der Kommunikation, das Entgleiten des Sinns, die Grenzen der Mitteilbarkeit und die Ambivalenzen einer Aneignung der Vergangenheit. Damit aber wohnt ihr ein entschieden theatrales Element inne. Echo wird als eigene Praxis wirksam.
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Glossar zur performativen Installation Echo/Raum#1: Echo und Narziss

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Ablauf | Jeder Aufführungsblock besteht aus drei bis vier Durchläufen, wobei neun Szenen einen Durchlauf bilden. Ihre Reihenfolge wird von den AkteurInnen wie folgt festgelegt: Der Reihe nach entscheidet zunächst der erste Akteur die erste zu spielende Szene, dann die zweite Akteurin die zweite und die dritte Akteurin die dritte Szene. Dann ist wieder der erste Akteur an der Reihe und so fort. Alle neun Szenen müssen in einem Durchlauf vorkommen, dürfen aber je nur ein Mal gespielt werden. Begleitet werden die Szenen durch auf die Wände projizierte Bild- und Videomaterialien, die in Reaktion auf die ausgewählten Szenen einem Videoarchiv entnommen und mit der Performance assoziiert werden. Zwischen den Szenen werden Interviews und weitere Textmaterialien aus einem Audioarchiv eingespielt. Die AkteurInnen verharren im Freeze. Ist ein Durchlauf beendet, folgt eine kurze Pause. ↗ Aufführungsdauer, Interviews, Projektionen, Texte, Zwang

Anordnung, räumliche | Die räumliche Anordnung lässt die ZuschauerInnen zunächst in eine Projektionsfläche an der Wand treten. Gegenüber der Wand befindet sich die Kante einer L-förmigen Konstruktion aus Folie, welche an drei Säulen befestigt ist. Diese Folie verdeckt den Blick auf die Mitte des Raumes. Eine umgekehrte Variante dieser Konstruktion befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite des Raums. So entstehen zwei diagonal verschobene Eingänge in die Mitte des Raums. Die Folien verdecken oder behindern in dieser Anordnung den Blick nach außen beziehungsweise innen. An drei Wänden des Raums werden gesammeltes Bild-...

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