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Bas Böttcher

Text, Bild und Kommunikation

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Billy Badger

Das Buch befasst sich mit dem Künstler Bas Böttcher. Noch bevor die Poetry- Slam-Bewegung vor 20 Jahren in Deutschland Fuß fasste, stand er mit seinen rap-poetischen Texten auf der Bühne – als MC der HipHop-Formation Zentrifugal und auch als Lyriker. Seit mehr als zwei Jahrzehnten setzt er sich für die «Wiederentdeckung der akustischen Dimension von Dichtung» ein. In Clubs und Schulen, auf Literaturveranstaltungen und über diverse Medien erreicht Böttcher weltweit ein breites Publikum. Billy Badger untersucht diverse Aspekte von Böttchers Lyrik: die Funktion der poetischen Form; Authentizität und Nachahmung; der Bühnenlyriker als Neonomade; Sex- und Nahrungsmetaphern sowie die Poesie als lyrische Kamera.
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Nachwort

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Februar 2015 und nun ist es schon mehr als 20 Jahre her, dass amerikanische Slammer Priscilla Be und Rick Maverick die ersten Poetry Slams in Deutschland veranstalteten. In einem Underground-Club in Schöneberg taten sich die zwei Amerikaner mit dem damaligen Wirt des Ex’n’Pop Wolf Hogekamp zusammen, der anfangs als Einziger unter englischsprechenden Dichtern mit deutschen Texten auftrat.603 Dass sich das Format inzwischen durchgesetzt hat, bezeugt allein ein Blick auf den Slam-Kalendar bei slam.net: Im Februar 2015 vergeht z.B. kein Tag in Deutschland, ohne dass irgendwo auf der Bühne ‚wettgedichtet’ wird, an manchen Tagen gibt es bis zu sieben Slams.

Und jetzt zum „zwanzigsten Geburtstag der deutschsprachigen Poetry-Slam-Bewegung“ legt Hogekamp, den der Berliner Tagesspiegel „Mister Poetry Slam“ nennt604 – zusammen mit seinem Slam-Kollegen Bas Böttcher – eine neue Textsammlung vor. Die Poetry-Slam-Fibel widmet sich „dem Arbeitswerkzeug der Bühnendichter:“ der Sprache.605 Zwar mag sich seit den frühen Tagen in Ex’n’Pop vieles geändert haben, aber nach wie vor versteht sich der Poetry-Slam als „Werkstatt der Sprache.“606 Schon 1994 ging es in Ex’n’Pop um „Improvisation, Experiment, [und] Ironie.“607 Und nun, wie Stephan Porombka in seinem Vorwort zum Band meint, eignet sich der Slam weiterhin als „Spielraum für Experimente.“608 Für Böttcher war der Slam schon immer ein Ort, wo an und mit der Sprache gebaut, experimentiert, getüftelt, geübt und geprobt wird. In einem seiner eigenen Beiträge zum Band öffnet er die Türen seiner poetischen Werkstatt und zeigt...

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