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Literatur im sozialen Prozess des langen 19. Jahrhunderts

Zur Ideengeschichte und zur Sozialgeschichte der Literatur

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Udo Köster

Schriftsteller beanspruchen im Prozess der Modernisierung eine wichtige Rolle als Verfasser von Dorfromanen, als nationale Propagandisten in den Befreiungskriegen, als Mitspieler in der Literatur der französischen Moderne (Heinrich Heine), als Träger des deutschen Nationalbewusstseins und als Begründer einer nationalen Staatlichkeit nach 1870. Der Band versammelt Arbeiten zur Sozialgeschichte der Literatur, unter anderem über Strategien der Bauernaufklärung, über kulturelle Stereotypen in den deutsch-französischen Kulturbeziehungen, über Gender-Mythen und Mystifikationen im Vormärz, über den «französischen» Heine sowie über David Friedrich Strauß und die Rezeption der Religionsphilosophie Hegels; ferner geht es um Geschichtsbilder und die Mentalität der Gebildeten im Kaiserreich sowie um theoretische Fragen der Modernisierung und der literarischen Moderne um 1900.
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Udo Köster studierte Germanistik, Philosophie und Soziologie an den Universitäten Freiburg im Breisgau, München und Berlin. An der Universität Hamburg lehrte er bis 2010 zur Neueren deutschen Literatur im Fachbereich Sprache, Literatur, Medien I der Fakultät für Geisteswissenschaften. Seine Hauptforschungsgebiete sind die Bauernaufklärung des 18. und 19. Jahrhunderts, der Vormärz, die Literatur und Gesellschaft im Kaiserreich sowie die Wiener Moderne.

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