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Die Kunstvermittlerin Hanna Bekker vom Rath

Die Anfänge des Frankfurter Kunstkabinetts Hanna Bekker vom Rath- 2., überarbeitete Auflage

Ulrike Fuchs

Das Buch behandelt einen Ausschnitt aus dem Leben der Hanna Bekker vom Rath, die eine herausragende Persönlichkeit des kulturellen Nachkriegsdeutschlands und brillante Kunstvermittlerin war und mit ihrem Frankfurter Kunstkabinett und in ihrem legendären blauen Haus in Hofheim am Taunus Geschichte schrieb. Die für ihre Zeit überaus emanzipierte Art, mit der Hanna Bekker vom Rath den Repressalien des nationalsozialistischen Kunstdiktates trotzte und sich für die als entartet gebrandmarkte, expressionistische Kunst auch über den Krieg hinaus einsetzte, brachte die Autorin innerhalb ihrer journalistischen Tätigkeit auf die Spuren dieser couragierten Frau.
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6 Besuch bei dem Käthe Kollwitz Sammler Helmut Goedeckemeyer

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6 Besuch bei dem Käthe-Kollwitz-Sammler Helmuth Goedeckemeyer

Den nur fünf Jahre jüngeren Frankfurter Geschäftsmann Helmut Goedeckemeyer kannte Hanna Bekker vom Rath nicht persönlich, wenn man sich vielleicht auch in Frankfurt schon einmal begegnet war.

Helmut Goedeckemeyer hatte vor dem Krieg die Frankfurter Generalvertretung der Günther Wagner Bleistiftfabriken mit Hauptsitz in Hannover geleitet. Es waren mehr seine Kennerschaft und sein Kunstinstinkt, als sein Geldbeutel gewesen, die ihn jung zu einem kenntnisreichen Sammler werden ließen. Schon 1922, als 24 Jähriger hatte er der Graphischen Sammlung des Städelschen Institutes in Frankfurter zwei frühe Holzschnitte geschenkt, so auf seine Sammlung aufmerksam gemacht und sich gleichzeitig als zukünftiger Leihgeber empfohlen. Als solcher war er Herrn Dr. Ernst Holzinger bekannt.

Im Umfeld der Berliner Künstler war Helmut Goedeckemeyer als einer der Sammler der Arbeiten von Käthe Kollwitz häufig genannt worden. Man erzählte sich, dass er als verwundeter Heimkehrer des ersten Weltkrieges zum ersten Mal die anklagenden Arbeiten von Käthe Kollwitz in Berlin gesehen habe. Zu einem Zeitpunkt, da die Kriegserlebnisse ihm noch bedrückend gegenwärtig waren, er unter ihnen noch litt und von ihnen im Innersten erschüttert war, hätte die Graphik dieser Künstlerin ihn sofort gefangen genommen.

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