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Die Kunstvermittlerin Hanna Bekker vom Rath

Die Anfänge des Frankfurter Kunstkabinetts Hanna Bekker vom Rath- 2., überarbeitete Auflage

Ulrike Fuchs

Das Buch behandelt einen Ausschnitt aus dem Leben der Hanna Bekker vom Rath, die eine herausragende Persönlichkeit des kulturellen Nachkriegsdeutschlands und brillante Kunstvermittlerin war und mit ihrem Frankfurter Kunstkabinett und in ihrem legendären blauen Haus in Hofheim am Taunus Geschichte schrieb. Die für ihre Zeit überaus emanzipierte Art, mit der Hanna Bekker vom Rath den Repressalien des nationalsozialistischen Kunstdiktates trotzte und sich für die als entartet gebrandmarkte, expressionistische Kunst auch über den Krieg hinaus einsetzte, brachte die Autorin innerhalb ihrer journalistischen Tätigkeit auf die Spuren dieser couragierten Frau.
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13 Nachbarschaften im Hofheimer Refugium

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Seit ihrem ersten Besuch in Hofheim war der Kontakt zu Virginia Fontaine nicht abgerissen, mehrmals während des langen Winters war die junge Frau mit dem Auto, einem Ford, nach Hofheim in das Blaue Haus gekommen, hatte ein Stück Seife, Nescafe’ und Schokolade mitgebracht und sich nach den verschiedensten deutschen Künstlern erkundigt.

Nach den Jahren der Isolation, in denen die deutschen Künstler kaum Möglichkeiten gehabt hatten, sich über Kunstströmungen in Amerika zu informieren oder sich mit dortigen Künstlern auszutauschen, waren der Hunger nach Information und die Neugier, neue Formen der Kunst, insbesondere der abstrakten Richtung zu entdecken, groß.

Dies hatte ihren Mann, den Maler Paul Fontaine143 bewogen, nach dem Ende des Krieges zunächst in Deutschland zu bleiben und dort zu arbeiten. In einem Land, das vor einem Neuanfang stand, anderseits aber eine große Tradition in der Präsentation von Kunst aufzuweisen hatte, glaubte er für seine Malerei guten Chancen zu finden. Daher hatte er auch seine Frau Virginia zu Beginn des Jahres 1946 zusammen mit der gemeinsamen Tochter aus den Vereinigten Staaten nach Deutschland kommen lassen.

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