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Die Kunstvermittlerin Hanna Bekker vom Rath

Die Anfänge des Frankfurter Kunstkabinetts Hanna Bekker vom Rath- 2., überarbeitete Auflage

Ulrike Fuchs

Das Buch behandelt einen Ausschnitt aus dem Leben der Hanna Bekker vom Rath, die eine herausragende Persönlichkeit des kulturellen Nachkriegsdeutschlands und brillante Kunstvermittlerin war und mit ihrem Frankfurter Kunstkabinett und in ihrem legendären blauen Haus in Hofheim am Taunus Geschichte schrieb. Die für ihre Zeit überaus emanzipierte Art, mit der Hanna Bekker vom Rath den Repressalien des nationalsozialistischen Kunstdiktates trotzte und sich für die als entartet gebrandmarkte, expressionistische Kunst auch über den Krieg hinaus einsetzte, brachte die Autorin innerhalb ihrer journalistischen Tätigkeit auf die Spuren dieser couragierten Frau.
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22 Die Währungsreform und ihre Folgen für das Kunstkabinett

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22 Die Währungsreform und ihre Folge für die Kunstvermittlung

Nur eine Woche nach der Eröffnung der „Kunstausstellung Werner Scholz“ gaben die Westalliierten das seit Anfang des Jahres erwartete Gesetz zur Neuordnung des Geldwesens bekannt. Die damit verbundene Währungsreform kam zwar nicht überraschend, überraschend waren jedoch manche ihrer Folgen.

Bereits am 18. Juni 1948 war über alle Rundfunksender bekannt gegeben worden, dass mit Wirkung vom 21. Juni in den drei Westzonen eine neue Währung, die „Deutsche Mark“ eingeführt werde. In ihren Ausgaben vom 19. Juni kündigten die Tageszeitungen, wie zum Beispiel die Frankfurter Rundschau, die „Neuordnung des Geldwesens“ an und erläuterten „Das Wichtigste von der Geldreform“. Es war die letzte Ausgabe des Blattes, die noch für 0,20 RM zu kaufen war.360

Die Umstellung der Währung von der „Deutschen Reichsmark“ auf die „Deutsche Mark“, war durch das Gesetz exakt geregelt. Es legte die Höhe des auszuzahlenden Betrages pro Person, in der Folge ironisch „Kopfgeld“ genannt, auf 60 DM fest und regelte die Ablieferung des Altgeldes, die Umtauschkonditionen und Kontenabwicklungen. Jeder Einwohner der drei Zonen bekam jedoch zunächst nur 40 DM ausbezahlt, die restlichen 20 DM sollten innerhalb der beiden nächsten Monate folgen.

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