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Johann Julius Wilhelm Planck (1817–1900)

Leben und Werk

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Tanja Claussen

Der weltberühmte Wissenschaftler Max Planck wird in unzähligen Publikationen gewürdigt – ganz im Gegensatz zu seinem Vater. Mit diesem Buch stellt die Autorin einmal nicht den Physiker und Nobelpreisträger, sondern den Rechtswissenschaftler Johann Julius Wilhelm Planck in den Vordergrund, über dessen Biografie kaum Einzelheiten bekannt sind. Sie beleuchtet dabei die einzelnen Lebensstationen des zu den führenden Prozessrechtlern des 19. Jahrhunderts zählenden Juristen und analysiert eingehend seine juristischen Werke. Einbezogen wird dabei insbesondere die Geschichte der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel in der Mitte des 19. Jahrhunderts.
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B. Herkunft, Elternhaus und Jugend

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Johann Julius Wilhelm Planck wurde am 22. April 1817 in Göttingen geboren13 und damit im selben Jahr wie Bernhard Windscheid (1817-1892), Theodor Storm (1817-1888) und Theodor Mommsen (1817-1903). Er entstammte einer großen, angesehenen Gelehrtenfamilie, deren Wurzeln bis ins ausgehende Mittelalter zurückverfolgt werden können.14

Sein Urgroßvater väterlicherseits war der aus Lauffen am Neckar stammende Kirchenhistoriker Georg Jakob Planck (1726-1791).15 Verheiratet war dieser mit Veronica Dorothea Lang (1732-1799), der Tochter des damaligen Amts- und Stadtschreibers von Nürtingen (Württemberg).16 Georg Jakob Planck übernahm das Amt seines Schwiegervaters und gehörte damit zu den einflussreichsten Personen in Alt-Württemberg.17 Aus der Ehe gingen 16 Kinder hervor, der spätere Großvater von Johann Julius Wilhelm Planck, Gottlieb Jakob Planck (1751-1833), war der Erstgeborene.18

← 5 | 6 → Gottlieb Planck, der nach seinem Studium der Theologie in Tübingen zunächst als Vikar, Repetent (Dozent in einer theologischen Ausbildungsstätte) und Prediger tätig war, wurde 1781 zum Professor der hohen Karlsschule in Stuttgart ernannt.19 1784 folgte er einem Ruf der Universität Göttingen, an welcher er fast ein halbes Jahrhundert als Professor tätig war.20 Eines seiner literarischen Hauptwerke ist die „Geschichte der christlich-kirchlichen Gesellschafts-Verfassung“, welche in fünf Bänden 1803, 1804, 1805, 1807 und 1809 erschien. Verheiratet war er mit Johanna Luise Schickhardt (1755-1833).21 Aus der Ehe gingen sechs Kinder hervor, darunter die am 19. Juli 1785 geborenen Zwillingsbrüder Wilhelm und Heinrich Ludwig, wobei Heinrich Planck der...

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