Show Less
Restricted access

Johann Julius Wilhelm Planck (1817–1900)

Leben und Werk

Series:

Tanja Claussen

Der weltberühmte Wissenschaftler Max Planck wird in unzähligen Publikationen gewürdigt – ganz im Gegensatz zu seinem Vater. Mit diesem Buch stellt die Autorin einmal nicht den Physiker und Nobelpreisträger, sondern den Rechtswissenschaftler Johann Julius Wilhelm Planck in den Vordergrund, über dessen Biografie kaum Einzelheiten bekannt sind. Sie beleuchtet dabei die einzelnen Lebensstationen des zu den führenden Prozessrechtlern des 19. Jahrhunderts zählenden Juristen und analysiert eingehend seine juristischen Werke. Einbezogen wird dabei insbesondere die Geschichte der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel in der Mitte des 19. Jahrhunderts.
Show Summary Details
Restricted access

D. Stationen als Ordinarius

Extract

Am 23. Februar 1842 wurde Planck zum Ordinarius für römisches Recht und Zivilprozessrecht an die Universität Basel berufen und er fand damit den Einstieg in seine Professorenlaufbahn an der kleinen schweizerischen Hochschule.113 Die Universität Basel galt, genau wie die Universitäten in Zürich, Bern und Freiburg (Schweiz), als Einstiegsuniversität in das erste ordentliche Ordinariat und diente unter anderem als Zubringeruniversität für die deutschen Universitäten.114 Die Kantonstrennung 1833, die zur Teilung des Kantons Basel in die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft geführt hatte, die daran anknüpfende Phase der Restauration und die damit verbundenen Folgen waren zu der Zeit, als Planck an die Universität kam, noch in vielen Bereichen des gesellschaftlichen und politischen Lebens und vor allem an der Universität selbst, in Form massiver finanzieller Schwierigkeiten, deutlich zu spüren.

In Basel wurde Planck Nachfolger von Agathon Wunderlich115, der 1842 einem Ruf an die Universität Rostock gefolgt war.116 Als mögliche Neubesetzung für die frei gewordene Stelle war zunächst die Berufung des an der Universität Basel ← 21 | 22 → tätigen Privatdozent Johann Jakob Bachofen117 erwogen worden.118 Nachdem dieser jedoch die ordentliche Professur des römischen Rechts abgelehnt hatte, empfahl die Kuratel Planck zu berufen.119

Neben Planck wurde auch die Berufung von Johann Friedrich Budde, eines Privatdozenten aus Bonn, in Betracht gezogen.120 Doch eine Reihe positiver Empfehlungen verschiedener Gelehrter ließen die Entscheidung schließlich zu Gunsten Plancks ausfallen. Anzuführen ist hier...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.